Pflegekonzept

Durch unser Pflegekonzept erhalten alle Mitarbeiter-/innen eine klare und verbindliche Vorstellung zum pflegerischen Angebot und zu unseren Zielsetzungen. Unser Pflegekonzept ist die praktische Umsetzung unseres Pflege- und Unternehmensleitbildes.

Unser Pflegekonzept steht in Einklang mit dem Pflegeleitbild, Pflegemodell, Pflegeprozess, sowie den persönlichen und geforderten Qualitätsansprüchen.

Dies bietet uns die Möglichkeit, sämtliche pflegerelevanten Tätigkeiten systematisch nach außen darzustellen. Mit diesen Grundvoraussetzungen lassen sich auch die Maßnahmen zur Sicherung unserer angestrebten Qualität leichter einführen.

 

Unser Pflegekonzept basiert auf:

Die Rahmenbedingungen unserer Arbeit:

  • Trägerspezifische Rahmenbedingungen
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen
  • Pflegevertrag mit dem Pflegekunden
  • Die Sozialstation BHD Land als Teil des örtlichen bzw. regionalen Unterstützungsnetzwerks

 

Pflegeziele:

  • Optimale Bedingungen nach dem KDA- Pflegequalitätsstufenmodell (Kuratorium Deutscher Altenhilfe) schaffen
  • Unterstützung und Förderung der Selbständigkeit
  • Aktive Mitgestaltung am Pflegeentwicklungsprozess aller involvierten Personen
  • Pflegekunde, Angehörige, MitarbeiterInnen, behandelnde Ärzte, Krankenhäuser, Therapeuten, Kranken- und  Pflegekassen, sofern dies gewünscht wird.
  • Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Wünsche
  • Orientierung des Pflegeablaufes an unserem Pflegemodell nach Nancy Roper (beinhaltet wie alle Pflegemodelle präventive und rehabilitative Aspekte)
  • Zufriedenheit aller unserer Pflegekunden durch Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Fachkompetenz und kontinuierlicher Überprüfung unserer Dienstleistungsqualität

 

Pflegesystem:

Wir haben uns in unserem Unternehmen für die Bezugspflege (oder auch patientenzentrierte Pflege genannt) entschieden. Der Vorteil hierbei ist, dass die Kompetenzen für die Pflegeplanung und Pflegeausführung sozusagen immer in einer Hand liegen. Die Pflegekunden haben eine Bezugspflegekraft, die für alle pflegerelevanten Aufgaben bei ihnen zuständig ist. D. h. bei uns wird nicht getrennt zwischen Mitarbeitern  die zur Grundpflege kommen und Mitarbeitern die zur Behandlungspflege kommen.

Natürlich sind auch andere Pflegepersonen in einer überschaubaren  Anzahl in die Pflege bei dem jeweiligen Pflegekunden involviert, aber immer im Rahmen der Bezugspflege. Durch dieses Pflegesystem schaffen wir eine kontinuierlich wachsende Vertrauensbasis, die für beide Seiten sehr wichtig ist.

In unserer Sozialstation BHD Land beschäftigen wir gut ausgebildete, sorgfältig eingearbeitete und kontinuierlich angeleitete Pflegefachkräfte (Krankenschwestern, Altenpfleger/innen und Pflegehilfskräfte) Jeder Pflegehilfskraft ist eine Pflegefachkraft zugewiesen die im regelmäßigen Informationsaustausch stehen. Regelmäßige Fortbildungen sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter/innen auf dem neuesten Stand sind und unsere Arbeit den fachlichen Anforderungen jederzeit gerecht wird.

 

Pflegemodell:

Die Sozialstation BHD Land orientiert sich in ihrer Arbeit an der Pflegetheorie von Nancy Roper. Gerade in der ambulanten Pflege erscheint uns dieses Modell als gut anwendbar, flexibel und praxisbezogen. Schwerpunkte dieser Theorie, die wir uns auch zu Eigen machen, sind:

  • Die aktivierende Hilfe
  • Die Hilfe zur Selbsthilfe
  • Die Ausrichtung der Pflege an den individuellen Bedürfnissen des Pflegekunden

 

Pflegeprozess:

Wir betrachten den Pflegeprozess als eine elementare und systematische Vorgehensweise zur Erbringung ganzheitlich orientierter Pflege. Alle Schritte des Pflegeprozesses werden bei uns dokumentiert, um die Pflege des Patienten für alle Beteiligten nachvollziehbar zu machen. Regelmäßige Kontrollen der Pflegedokumentation durch die PDL, sPDL, Pflegefachkräfte, Arbeitsgruppen die im QM Bereich tätig sind  und entsprechende Schulungen sollen eine  angemessene Pflege, nach dem Pflegeprozess und Pflegemodell gewährleisten. Das angestrebte Ziel für uns ist die optimale Pflege. Der Pflegeprozess teilt sich wie folgt auf:

1.      Informationssammlung:

  • Gespräche
  • Biographie
  • Wahrnehmung
  • Beobachtung
  • Schriftliche Informationen

2.      Erfassung der Probleme und Ressourcen des Pflegekunden / Risikoeinschätzung

3.      Pflegeziele festlegen

4.      Planung der erforderlichen Maßnahmen

5.      Durchführung der Pflege

6.      Beurteilung der Pflege im Pflegebericht

Die Anwendung des Pflegeprozesses und das Erkennen der Bedürfnisse des Pflegekunden anhand der Lebensaktivitäten ermöglicht eine geplante, zielgerichtete und individuelle Pflege.

 

Innerbetriebliche Kommunikation

Um einen optimalen Informationsfluss in unserer Sozialstation zu gewährleisten verfügen wir über die üblichen technischen Kommunikationsmittel wie Handy, Rufumschaltung, Fax, Mail, Internet. Außerdem gibt es wöchentliche Dienstbesprechungen mit Anwesenheitspflicht und monatlich stattfindende Teamsitzungen.

Alle pflege- und organisationsrelevanten Informationen werden hier festgehalten. So sind alle an der Pflege und Organisation Beteiligten stets auf dem aktuellen Stand der Dinge. Eine Übersicht bietet die Kommunikationsmatrix im QMH

 

 

Angebotsstruktur

Die Sozialstation BHD Land übernimmt im Rahmen der Versorgungsverträge für den ambulanten Bereich, Leistungen nach SGB XI und SGB V. Zusätzliche Angebote stellen der Betreuungsbereich, sowie die Vermittlung von komplementären Dienstleitungen dar.

SGB XI:

  • Grundpflege
  • Mobilisation
  • Ernährung
  • Verhinderungspflege
  • Schulung von pflegenden Angehörigen
  • Arztbegleitungen
  • Pflegeeinsätze nach § 37.3
  • Hauskrankenpflegekurse

 SGB V ( § 37.1, § 37.2, § 38): 

  • Grundpflege (§37.1): zur Krankenhausvermeidung
  • Behandlungspflege(§37.2): Sicherstellung der ärztl. Behandlung
  • Vermittlung von Haushaltshilfen (§38)

 

Zusätzliche Leistungen und Betreuung(en): 

  • Vermittlung von Essen auf Rädern
  • Hausnotrufvermittlung über das VITAKT-Hausnotrufsystem
  • Vermittlung von Krankengymnastik, Massagen, Fußpflege, Frisör etc.
  • Vermittlung von Pflegehilfsmittel über diverse Anbieter
  • Hauswirtschaft
  • Mobiler Sozialer Dienst

 

Betreuungsleistungen:

Individuelle Hilfestellung im Bereich Begleitung und Unterstützung und Übernahme haushaltsnaher Dienstleistung, Pflegerische Hilfestellung während der Betreuung und Begleitung zu Ärzten, Einkaufsdienste etc.

Die kompetenten Betreuungskräfte stellen eine Entlastung für  Pflegende Angehörige  dar.

 

Kooperationen

Zur Ergänzung unseres Leistungsangebotes kooperieren wir mit:
 

  • den Hausärzten unserer Pflegekunden
  • Apotheken
  • Krankengymnasten, Logopäden und Ergotherapeuten
  • Beratungsstellen (z.B. Alzheimer Gesellschaft)
  • Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen
  • dem Medizinischen Dienst und dem Gesundheitsamt
  • den Kranken- und Pflegekassen und den Sozialämtern
  • den Hospiz- und den Selbsthilfegruppen und
  • verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten in unserer Region.

Die Grundlage hierfür ergibt sich aus dem SGB XI § 80.3.1.4. und § 80.3.2.6 sowie aus dem SGB V § 4.3 und § 18.2