Staatliche Förderung für Batteriespeicher

    Mit dem neuen Förderprogramm Erneuerbare Energien "Speicher" fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit dem 01.03.2016 die Anschaffung eines Batteriespeichers durch einen zinsgünstigen Kredit mit einem effektiven Jahreszins von 1,1 % und durch einen Tilgungszuschuss für den KfW-Kredit. Für das Programm stehen bis Ende 2018 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Die Höhe der jeweiligen Förderung wird insbesondere durch die Größe der Photovoltaik-Anlage, die Anschaffungskosten des Speichersystems und das Antragsdatum bestimmt.

    Die wichtigsten Fakten

    • Welche Anlagen werden gefördert?
      • Neuerrichtung einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem stationären Batteriespeichersystem. Hier gilt der reguläre Fördersatz.
      • Nachrüstung einer Photovoltaikanlage mit einem stationären Batteriespeichersystem, wenn die PV-Anlage nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommenen wurde und zwischen der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage und der Inbetriebnahme des Batteriespeichersystems ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten liegt. In diesem Fall gilt der erhöhte Fördersatz.

       

       

    • Welche Anforderungen werden gestellt?

      Folgende Anforderungen werden an ein Batteriespeichersystem in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage gestellt:

      • Die installierte Leistung der Photovoltaikanlage beträgt max. 30 kWp.
      • Je Photovoltaikanlage wird nur ein Batteriespeichersystem gefördert.
      • Es werden nur Batteriespeichersysteme innerhalb Deutschlands gefördert. Die Systeme müssen  mindestens 5 Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
    • Welche maßgebenden Fördervoraussetzungen gibt es?
      • Die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt beträgt 50% der installierten Leistung der PV-Anlage. Der restliche Strom muss selbst verbraucht werden.
      • Gefördert werden nur Batteriespeicher, für die eine 10-jährige Zeitwertersatzgarantie vom Hersteller vorliegt.
      • Die Wechselrichter müssen eine geeignete elektronische und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung und Fernsteuerung aufweisen.
    • Welche Anlagen sind von der Förderung ausgeschlossen?
      • Eigenbauanlagen
      • Prototypen
      • gebrauchte Anlagen

    Wie hoch ist die Förderung?

    Die Förderung wird an erfolgte oder künftige Kostensenkungen bei den Batteriesystemen angepasst. Sie ist daher degressiv gestaltet, die Zuschüsse sinken im Halbjahrestakt um 3%. Zu Beginn liegt die Förderquote bei 25 %, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

    Antragszeitraum Anteil an förderfähigen Kosten
    ab 01.03.2016 bis 30.06.2016 25 %
    ab 01.07.2016 bis 31.12.2016 22 %
    ab 01.01.2017 bis 30.06.2017 19 %
    ab 01.07.2017 bis 31.12.2017 16 %
    ab 01.01.2018 bis 30.06.2018 13 %
    ab 01.07.2018 bis 31.12.2018 10 %

    Bei der Berechnung der Förderhöhe werden die Gesamtnettoinvestitionskosten des neuen Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem inklusive der Installationskosten berücksichtigt. Dabei werden von den Gesamtnettoinvestitionskosten die Kosten der Photovoltaikanlage in Abzug gebracht.

    Die spezifischen förderfähigen Kosten für ein neues kombiniertes Batteriespeicher-Photovoltaiksystem liegen bei maximal 2.000 Euro/kWp. Werden also Photovoltaikanlage und Speicher zusammen neu errichtet, können hiervon 25% (bis 30.06.2016, danach greift die Degression), maximal 500 Euro/kWp PV-Anlagenleistung als Zuschuss angesetzt werden. Wird der Speicher nachgerüstet, gibt es maximal 550 Euro/kWp.

    Rechenbeispiel

    Die Gesamtkosten eines kombinierten Photovoltaik-Speichersystems mit einer Leistung von 5 kWp betragen beispielsweise 13.000 Euro netto. Zur Berechnung der förderfähigen Kosten werden zunächst die Kosten der Photovoltaikanlage von 8.000 Euro abgezogen. Es bleiben in diesem Beispiel also Batteriespeicherkosten von 5.000 Euro, die geltend gemacht werden können. Dafür wird im 1. Halbjahr 2016 ein Tilgungszuschuss von 1.250 Euro gewährt - das entspricht 25 % der Investitionskosten.

    Was ist sonst noch zu beachten?

    • Die Förderung muss vor dem Kauf des Speichers beantragt werden.
    • Die Installation des Batteriespeichersystems muss spätestens 18 Monate nach der Kreditzusage fachgerecht erfolgt und gegenüber der Hausbank nachgewiesen sein.
    • Das Förderprogramm endet zum 31.12.2018.

    Weitere Informationen

    Weitere ausführliche Informationen zur Batteriespeicherförderung finden Sie hier bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

    Weitere nützliche Informationen