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Allgemeine Informationen zu Verbraucherrechten erhalten Sie über den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur für den Bereich Elektrizität und Gas, Postfach 8001, 53105 Bonn, Telefon 030/22480-500.

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Energieeffizienz Information nach

§ 4 Abs. 1 EDL-G

Wenn Sie sich zum Thema Energieeffizienz informieren, finden Sie unter der Rubrik "Energiesparen" zahlreiche Tipps. Zudem verweisen wir Sie gemäß unserer Informationspflicht nach § 4 Abs. 1 EDL-G (Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen) auf die Liste der Anbieter von Energiedienstleistungen, Energieaudits und Energieeffizienzmaßnahmen bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (www.bafa.de) sowie deren Berichte.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch bei der Deutschen Energieagentur (www.dena.de) und bei dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (www.vzbv.de).

Streitbeilegungsverfahren

Zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern über den Anschluss an das Versorgungsnetz, die Belieferung mit Energie sowie die Messung der Energie kann die anerkannte oder beauftragte Schlichtungsstelle angerufen werden, sofern der Lieferant der Beanstandung nicht abhilft. (§ 111b Abs. 1 EnWG). Die Anschrift der Schlichtungsstelle wird ab Einrichtung bzw. Anerkennung der Schlichtungsstelle durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hier bekanntgegeben.

Umlagen und Abgaben für Stromkunden

Umlagen

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dient der Förderung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie etc.  Die Erzeuger bekommen eine fixe Vergütung für den eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energien. Die Umlage beträgt in 2016 6,354 ct/kWh (netto). Ab 01.01.2017 steigt die Umlage auf 6,880 ct/kWh (netto).

Umlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung

Stromintensive Industriebetriebe zahlen seit dem 01.01.2012 unter bestimmten Voraussetzungen geringere Netzentgelte. Zur Finanzierung dieser Vergünstigung wurde die Umlage nach §19 Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) eingeführt.

Umlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) je Letztverbrauchergruppe (LV)
Jahr LV Gruppe A' LV Gruppe B´ LV Gruppe C´
2016 0,378 ct/kWh (netto) 0,050 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)
2017 0,388 ct/kWh (netto) 0,050 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)

Letztverbrauchergruppe A':Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestelle

Letztverbrauchergruppe B':
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,05 ct/kWh

Letztverbrauchergruppe C':
Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebundenen Verkehr oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr vier Prozent des Umsatzes überstiegen haben, zahlen für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge maximal 0,025 ct/kWh.

Offshore-Haftungsumlage

Diese Umlage deckt anfallende Entschädigungszahlungen ab, die ein betriebsbereiter Offshore-Windpark bei verspäteter Netzanbindung oder einer längeren Störung der Stromleitung gegen den zuständigen Netzbetreiber geltend macht. Durch die Umlage werden diese Ansprüche auf den Verbraucher umgelegt – vorausgesetzt die Verzögerung des Netzanschlusses ist nicht auf eine Fahrlässigkeit des Netzbetreibers begründet.

Offshore-Haftungsumlage je Letztverbrauchergruppe (LV)
Jahr LV Gruppe A' LV Gruppe B' LV Gruppe C'
2016 0,040 ct /kWh (netto) 0,027 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)
2017 -0,028 ct/ kWh (netto) 0,038 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)

Letztverbrauchergruppe A':
Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestellen

Letztverbrauchergruppe B':
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen nach derzeit gültigem KWKG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,05 ct/kWh. Maßgeblich sind die in der o.g. Tabelle aufgeführten Beträge.

Letztverbrauchergruppe C':
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstieg, zahlen nach derzeit gültigem KWKG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,025 ct/kWh. Maßgeblich sind die in der o.g. Tabelle aufgeführten Beträge.

KWK-Aufschlag

Durch diesen Zuschlag werden umweltschonende Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gefördert. KWK-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch werden Brennstoffe nachhaltiger genutzt. 

KWK-Aufschlag je Letztverbrauchergruppe (LV)
Jahr LV Gruppe A' LV Gruppe B' LV Gruppe C'
2016 0,254 ct/kWh (netto) 0,051 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)
KWK-Aufschlag je Letztverbrauchergruppe (LV)
Jahr LV Gruppe A'
2017 0,438 ct/kWh (netto) (nicht privilegierte Letztverbräuche)¹

¹Für die privilegierten Letztverbräuche sind die speziellen Bestimmungen der §§ 27 bis 27c sowie § 36 Abs. 3 KWKG anzuwenden. 

Umlage für abschaltbare Lasten

Sehr große industrielle Stromverbraucher können vom Netz gehen, wenn die Stabilität des Stromnetzes gefährdet ist. Hierfür erhalten die teilnehmenden Großverbraucher eine Entschädigung.

Umlage für abschaltbare Lasten
Jahr Umlage
2016 0,000 ct/kWh (netto) (gültig für alle Letztverbraucher)
2017 0,006 ct/kWh (netto) (gültig für alle Letztverbraucher)

Die Umlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 28. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2998), die durch Artikel 316 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist (AbLaV), wurde ab dem 01.01.2014 von Letztverbrauchern erhoben. Die Verordnung in der damaligen Fassung sah gemäß § 19 S. 2 AbLaV vor, dass die Verordnung zum 31.12.2015 außer Kraft tritt. Durch Art. 1 der Verordnung zur Änderung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 23. Dezember 2015, (BGBl. I S. 2356) wurde das Außerkrafttreten zunächst auf den 31. Juli 2016 verschoben und dann durch Art. 1 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 23. Juni 2016 (BGBl. I. S. 1359) endgültig auf den 01. Oktober 2016 verschoben.

Mit der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten vom 16. August 2016 (BGBl. I. S. 1984) wurde die Grundlage für eine Umlage nach § 18 neu erlassen. Die zunächst in § 20 Abs. 2 AbLaV enthaltene Bedingung für das Inkrafttreten der novellierten Verordnung wurde durch Art. 1 der Ersten Verordnung zur Änderung der Verordnung zu abschaltbaren Lasten vom 14. Oktober 2016 (BGBl. I. S. 2241) aufgehoben, so dass die novellierte Verordnung zum 01. Oktober 2016 in Kraft getreten ist.

§ 18 AbLaV bildet nunmehr weiterhin die Grundlage zur Erhebung einer entsprechenden Umlage durch die Übertragungsnetzbetreiber.

Abgaben

Konzessionsabgabe

Abgabe an die Kommunen für die Berechtigung öffentliche Verkehrswege zur Verlegung und den Betrieb von Versorgungsleitungen zu nutzen. Die Konzessionsabgabe wird - entsprechend der gültigen Konzessionsabgabenverordnung (KAV) - vom Verteilnetzbetreiber an die jeweilige Gemeinde abgeführt. 

Die jeweilige maximale Höhe der Konzessionsabgaben für Strom beträgt für Tarifkunden in Gemeinden

  • bis 25.000 Einwohner 1,32 ct/kWh (netto)
  • bis 100.000 Einwohner 1,59 ct/kWh (netto)
  • bis 500.000 Einwohner 1,99 ct/kWh (netto)
  • über 500.000 Einwohner 2,39 ct/kWh (netto)
  • für Strom im Schwachlasttarif 0,61 ct/kWh (netto)
  • für Sondervertragskunden 0,11 ct/kWh (netto)

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer, die nach dem Gesetz zur Fortführung der ökologischen Steuerreform vom 16.12.1999 erhoben wird. Seit 01.01.2003 beträgt die Stromsteuer 2,05 ct/kWh (netto). Das Stromsteuergesetz enthält allerdings auch Steuerbefreiungen und ermäßigte Steuersätze, um umweltfreundliche Energieträger und Verkehrsmittel zu fördern. Darüber hinaus sind Vergünstigungen für die Wirtschaft vorgesehen, um Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Mitbewerbern auszugleichen.

Entgelte

Netzentgelte

Energieversorger nutzen für die Belieferung ihrer Stromkunden die vorhandenen Netze der jeweiligen Netzbetreiber. Alle Netzbetreiber müssen den Netznutzern und Lieferanten den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Hierfür darf der Netzbetreiber entsprechende Netznutzungsentgelte verlangen. Der Zugang zu den Energieversorgungsnetzen legt das EnWG fest. Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt die Ermittlung der Netzentgelte. Für die Prüfung und Genehmigung der von den Netzbetreibern beantragten Netznutzungsentgelte ist die Bundesnetzagentur verantwortlich.

Hinweis: Alle oben genannten Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Mehr Informationen zu den gesetzlichen Umlagen und Abgaben finden Sie auch auf der Internetseite www.netztransparenz.de 

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei LandEnergie. Einfach anrufen oder schreiben: Telefon: 08431 6499-1451 oder per E-Mail: info@landenergie.de