BHD ForksHof

Die BHD Sozialstation Borken-Bocholt gGmbH hat seit dem 01.04.2011 eine ambulant betreute Pflegewohngemeinschaft als familiäre Wohngruppe mit 12 Mietern eingerichtet. Wichtig ist uns dabei, den familiären, persönlichen, ländlichen und vertrauten Charakter eines individuellen Zuhauses zu ermöglichen. Die Pflegewohngemeinschaft ist in einem Bauernhaus untergebracht. Dieses Haus trägt entsprechend dem alten Hofnamen nun den Namen BHD ForksHof und ist auch unter diesem – vor allem bei den Bewohnern des Hauses aber auch den Dorfbewohnern - bekannt.

Teil der Gemeinschaft sind zunächst Seniorinnen oder Senioren mit leichtem Pflegebedarf. Es können aber auch höhere Pflegestufen versorgt werden, damit der Verbleib in der Gemeinschaft bis zum Tode möglich ist. Auch Patienten mit Demenzerkrankungen unterschiedlicher Stadien haben hier ein Zuhause. Ziel hierbei ist es, auch den Bewohnern mit hohen Pflegebedarfen eine adäquate Pflege und Versorgung zukommen zu lassen.

Die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft sollten dem Leben in der eigenen Wohnung entsprechen. Das heißt, eine gemeinsame Küche, ein gemeinsamer Wohnraum und ein gemeinsamer Essbereich bilden während des Tages den Mittelpunkt. Die Schlafräume und Bäder sind die Individualräume. Sie dienen dem Rückzug und bieten eine Privatsphäre.

Jeder Tag ist etwas Besonderes. Spaß, Genuss an Essen und Trinken, den Augenblick genießen, die Sinne ansprechen, spontan sein, Geborgenheit vermitteln, diese Aspekte sind das Fundament des Gemeinschaftslebens. Jede/r MieterIn bringt eigene Fähig- und Fertigkeiten mit, die es zu erhalten und zu fördern gibt. Weiterhin werden Anreize geschaffen, neue Aufgaben zu wagen. Hier wird Mut zugesprochen und Sicherheit gegeben.

Bestimmte Alltagsaktivitäten wie Blumen gießen oder Wäsche zusammen legen, können selbstständige Aufgaben sein, die die Eigenverantwortung und die Selbstständigkeit fördern. Alle Tätigkeiten sind freiwillig. Es gilt nicht nur eine Gemeinschaft innerhalb des Hauses zu bilden, sondern auch eine Öffnung nach Außen zu schaffen. Alltägliche Aktivitäten sind die Spaziergänge, die regelmäßigen Einkäufe in den Geschäften des Dorfes, Marktbesuche, Büchereibesuche, sowie das Aufsuchen von Dienststellen, Ärzten etc.

Neben den alltäglichen Außenaktivitäten werden regelmäßig besondere Aktivitäten geplant. Hier gilt es Erlebnisse zu haben, die zum Mitmachen motivieren, Stimmungen erschließen, die Sinne ansprechen und die Gemeinschaft fördern. Hier einige Beispiele: Besuch eines Vogel- oder Tierparks, von Museen, das Angebot gemeinsamer Gottesdienste im Haus etc.

Die Öffnung erfolgt auch umgekehrt. Gefördert werden z. B. Kinderbesuche, offene Nachmittage mit Angehörigen und gemeinsames Singen mit ehrenamtlichen Musikern in der Wohngemeinschaft.

Alltag erleben, handeln, mitgestalten, Konflikte austragen, Gefühle ausdrücken, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen sind Bausteine der Gemeinschaft der MieterInnen.

Im Vergleich zum bisher bestehenden stationären Versorgungsprinzip möchten wir gerne eine Hausgemeinschaft erhalten, aber auch pflegerisch fachlich eine optimale Versorgung abdecken. Dazu zählen die Bereitstellung einer Pflegedienstleitung, examinierter Pflegefachkräfte und die qualifizierte, examinierte Nachtwache.

Die jetzt wohnhaften Personen erhalten zumeist Pflegeversicherungsleistungen.

Die Gemeinschaftsräume befinden sich im Erdgeschoß. Zentral befindet sich die Hauptküche, in der alle Mahlzeiten für alle Bewohner erlebbar nebenan zubereitet werden. Es riecht z.B. freitags nach Reibekuchen. Mithilfe bei der Zubereitung ist möglich und auch gewünscht. Im Aufenthaltsraum nebenan steht ein großer Esstisch

Dort finden die Mahlzeiten statt, aber auch tagesstrukturierende Maßnahmen. Klavier bietet die Gelegenheit gemeinsam zu musizieren. Regelmäßig finden hier Gottesdienste statt. In einem zweiten Raum besteht die Möglichkeit, in einer weiteren Gruppe zu essen, wenn sich die Gewohnheiten beim Essen unterscheiden.

BewohnerInnen können Besuch empfangen:  weitere Zimmer ermöglichen Geselligkeiten, informelle Treffen oder die Ausübung von Hobbies. Im Kaminzimmer treffen sich Bewohner und ihre Familien, Freunde oder Kinder. Für die Gäste steht ein separates WC zur Verfügung. Alle Gemeinschaftsräume (außer der Küche) sind kreisförmig angeordnet und mit einander verbunden. Sackgassen bestehen nicht. Hier trägt der Leitgedanke, durch offene Gemeinschaftsräume Orientierungspunkte zu finden und gleichzeitig Geborgenheit zu vermitteln. An das Kaminzimmer schließt sich ein Garten mit Aufenthaltsqualität an, der rundherum eingezäunt ist. So werden „draußen und drinnen“ erlebbar.

Nähere Informationen erhalten Sie von Frau Julia Pöpping, Tel.: 0 28 61 - 89 10 111