Infoveranstaltung „Glasfaser im Außenbereich“ des Maschinenrings Höxter

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    Im Grünen Zentrum am Bohlenweg 3 in Brakel fand eine vom Maschinenring Höxter organisierte Informationsveranstaltung statt. Rund 45 MR-Mitglieder und Interessierte fanden sich ein, um Vorträge zum Thema Breitbandausbau im Außenbereich zu hören.

    Zu Beginn gab Michael Stolte von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter interessante Einblicke zu gesetzlichen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen. Soll beispielsweise auf Fördergelder für den Ausbau zurückgegriffen werden, so sind die jeweiligen Kommunen an der Reihe. Um aber die letzten „weißen Flecken“ im Kreis Höxter mit Glasfaser zu versorgen, sei ein immenser finanzieller Aufwand nötig.

    Im Anschluss zeigte Jan Timmermann vom Kreis Höxter auf, wo sich „weiße Flecken“ befinden und wie diese mit ihren Koordinaten in Karten dargestellt werden. Zurzeit laufen in Zusammenarbeit mit den 10 Kommunen die Überprüfung der Richtigkeit und die Vervollständigung dieser Koordinaten. Betroffene Bürger können sich bei Fragen an Herrn Timmermann wenden.

    Weiterhin war die sewikom GmbH, zuständig für den Breitbandausbau im Kreis Höxter, bei der Veranstaltung vertreten. Geschäftsführer Kai-Timo Wilke stellte neben der Technik beim Verlegen von Kabeln auch die Übertragungsraten der vorhandenen Technik vor. Mit zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten könne man nicht mehr mit ausreichenden Übertragungsraten von Daten rechnen. Als Alternative wurde daher eine Kostenkalkulation bei der Verlegung von Glasfaserkabeln dargestellt. Auch das Thema Richtfunk, welches bei vielen Bürgern nicht so präsent ist, kann eine gute Möglichkeit für den Endverbraucher im Außenbereich darstellen. Denn eine 100 %-ige Versorgung mit Glasfaser im Außenbereich sei allein aus wirtschaftlicher Sicht nicht unbedingt sinnvoll. Kombinationen von Glasfaser und Richtfunk könnten dadurch in den Fokus geraten.

    Philipp Geßner vom IT-Spezialisten Fachin & Friedrich aus Brakel ging anschließend noch auf Anforderungen an die hausinterne Technik von Nutzern ein. Oftmals könne man durch den einfachen Austausch von Kabeln oder Routern schon deutliche Steigerungen in den Übertragungsraten erreichen. Hier komme es aber immer auf den Einzelfall an, welcher von Spezialisten aber einfach zu prüfen sei.

    Abschließend konnten die Teilnehmer der Veranstaltungen mit Martin Marhofen von der sewicom GmbH die eigene Situation betreffende Einzelfälle in puncto Breitband-Verfügbarkeit durchsprechen. So wurde beispielsweise erörtert, wo bei Betroffenen der nächste Knotenpunkt des Glasfasernetzes liegt, bzw. ob eine Anbindung generell möglich ist.