Mitarbeiterschulung zum Thema Lärmschutz

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    Am 17. Juli 2017 fand beim Maschinenring Höxter in Brakel eine Sicherheitsschulung zum Thema Lärmschutz statt. Schulungsleiter war Betriebsarzt Dr. Rouven Koll.

    In unserer Umwelt gibt es verschiedene Schallquellen, die Schall abstrahlen, der sich wiederrum als Schallimmission auf den Menschen einwirkt. Lärm entsteht sobald Schall bewusst oder unbewusst stört und das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden von Menschen beeinträchtigt. Schalldruckpegel, Einwirkdauer/-häufigkeit und Frequenzzusammensetzung sind die maßgeblichen Einflussfaktoren für ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Bereits ab 40 dB(A) (Radio/TV in Zimmerlautstärke) können Konzentrationsstörungen auftreten. Dauerbelastungen ab 65 dB(A) (z.B. Staubsauger) führen zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko.

    Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wurden Änderungen in Stoffwechsel und Hormonhaushalt, Änderungen der Gehirnstromaktivität, aber auch schlechter Schlaf und Stresssymptome wie Hormonausschüttungen nachgewiesen. Ab einem Pegel von 85 dB(A) (z.B. Rasenmäher) muss Gehörschutz getragen werden, da über die gesundheitlichen Wirkungen hinaus das Gehör bei längerer Einwirkung geschädigt wird.

    Ab 80 dB(A) ist Gehörschutz bereit zu stellen. Es gibt unterschiedliche Gehörschutze (z.B. Bügelgehörschutz, Kapselgehörschutz) die den Tätigkeiten angepasst werden müssen.

    Ist das Gehör erst einmal geschädigt, gibt es keine Aussichten auf eine natürliche Besserung. Deshalb ist es wichtig sich frühzeitig mit Gehörschutz auszurüsten, so Dr. Koll.