Einkommen durch Zuerwerb sichern

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    „Nicht jeder Betrieb wird wachsen können und nicht jede Landwirtsfamilie wird dies wollen. Die Alternative ist jedoch nicht unweigerlich die Aufgabe der Landwirtschaft. Vielmehr liegt sie in der Einkommenskombination. Hier sind die Möglichkeiten vielfältig und nahezu unbegrenzt“, appelliert Dr. Hans Habermeyer, stellvertretender Geschäftsführer des Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe in Neuburg an der Donau, an die Landwirte.

    Die aktuelle Verschärfung der Düngeverordnung mache die Lage nicht einfacher. Sie bedeute gerade für Viehhalter höhere Kosten und gegebenenfalls Abstockung des Bestandes. Der Weg über das Wachstum gestalte sich also schwierig.

    Diversifizierung sei also ein probates Mittel der Einkommenskombination. Die Angst, ein Zuerwerb – selbständig oder angestellt – bedeute langfristig den Ausstieg aus der Landwirtschaft, hält Dr. Hans Habermeyer für unbegründet. Schließlich habe der Status Landwirtschaft durchaus Vorteile, zum Beispiel beim Bauen im Außenbereich. In Regionen, in denen schon lange ein hoher Anteil an Nebenerwerbs- und Zuerwerbsbetrieben vorherrscht, könne man beobachten, dass der Nebenerwerb gleichfalls in der Folgegeneration gerne und mit Erfolg weiter geführt werde.

    Eine Entscheidungshilfe zum Einstieg bietet die LfL Information 'Landwirtschaftsnahe Dienstleisungen für Gewerbe- und Privatkunden sowie die öffentliche Hand'. Dr. Hans Habermeyer beteiligte sich daran zusammen mit anderen MR-Vertretern und Fachleuten.

    Lesen Sie mehr im Beitrag 'Betriebe haben viele Möglichkeiten' im Allgäuer Bauernblatt 15/2018