Alle Maschinen gemeinsam nutzen - Hellmitzheimer Maschinengemeinschaft

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    Landwirte setzen in der Hellmitzheimer Maschinengemeinschaft GbR auf eine enge Zusammenarbeit, denn: „Wenn der Nachbar aufhört, dann wird nix besser.“

    Seit dreizehn Jahren bewirtschaften Landwirte in Hellmitzheim ihre Fläche von rund 500 Hektar gemeinsam. Die Kooperation ermöglicht ihnen nicht nur günstige Kosten im Ackerbau, sondern vor allem eine positive Entwicklung der Betriebe. Auch aktuelle Probleme gehen sie miteinander an.

    Landwirte in Außenwirtschaftsgemeinschaften (AWG) nutzen im Vergleich zu reinen Maschinengemeinschaften nicht nur ein Güllefass oder einen Schlepper miteinander. Vielmehr haben sie die Bewirtschaftung ihrer gesamten Fläche aufeinander abgestimmt und zusammen mechanisiert. Konkret bedeutet dies von der Bodenbearbeitung über Düngung und Pflanzenschutz bis hin zur Ernte eine gemeinsame Technik.

    „Der besondere Charme liegt darin, dass sich die Betriebsleiter intensiv austauschen, Probleme besprechen und miteinander nach Lösungen suchen“, sagt Manuel Burger, Geschäftsführer des MR Franken Mitte. So machen sich die Hellmitzheimer ganz aktuell Gedanken dazu, wie sie - allesamt nach der Ausführungsverordnung zur DüV im roten Gebiet - den benötigten Güllelagerraum schaffen können. Mit im Boot sind neben fünf Gemeinschaftsmitgliedern drei weitere Landwirte im Dorf. „Im zweiten Schritt überlegen wir die Gülle, bzw. Gärreste mit einer Verschlauchung auszubringen“, berichtet Herbert Weigand, Vorsitzender des MR Franken Mitte e.V. und der Hellmitzheimer Maschinengemeinschaft (HellMa) GbR.

    „Wer nicht zusammenarbeitet, der bleibt Einzelkämpfer“, betont Georg Müller. Der 62-Jährige hat bei der Gründung wie seine Kollegen radikal eigene Technik verkauft – einschließlich dem großen Schlepper. „Meine Maschinen waren noch nicht alt. Ich wollte die Gunst der Stunde aber nutzen und mitmachen. Abwarten hätte mich nicht weiter gebracht“, unterstreicht er. Einen weiteren wichtigen Aspekt fügen die Praktiker als Vorzüge ihrer Außenwirtschaftsgemeinschaft an. Durch die gemeinsame Technisierung im Ackerbau erhielten die Einzelnen mehr finanziellen Freiraum für ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten. Kapital wurde nicht in Landtechnik gebunden, sondern anderweitig eingesetzt. So haben die Betriebe in der HellMa in Tierhaltung und erneuerbare Energien investiert und ihre Höfe ausgebaut.

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