Direktsaat ist mehr als pfluglos

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    Engagierte Landwirte und informatives Fachseminar im MR Tirschenreuth

    Bei der Direktsaat wird komplett auf eine Bearbeitung und Lockerung des Bodens verzichtet. Rührige Landwirte in der Oberpfalz haben sich zusammen getan und sammeln erste Erfahrungen mit dem System. Der MR Tirschenreuth unterstützt sie. Auf einer Info-Veranstaltung des Maschinenringes gab es interessante Einblicke.

    Direktsaat ist mehr als der Einsatz einer neuen Maschine. Direktsaat heißt sich auf ein ganz neues Bewirtschaftungssystem umstellen. Statt Pflug, Grubber oder Tiefenlockerer übernehmen Bodenlebewesen und Zwischenfrüchte die Arbeit. Sie sorgen im Rahmen einer weiten Fruchtfolge für Nahrung, Düngung, Pflanzenschutz und vor allem für ein stabiles Bodengefüge.

    „Es geht um ein ganz eigenständiges, sehr komplexes Anbausystem“, sagt Stefan Adam aus Eiglasdorf. Er ist ein Fan der Direktsaat und hat seine Kollegen damit angesteckt. Seit vier Jahren sät er in Mulchsaat. Doch mit Humusaufbau und Unkrautunterdrückung ist er nicht zufrieden, zumal er Totalherbiziden durchaus kritisch gegenüber steht. Jetzt will er mit der Direktsaat einen Schritt weiter gehen. Drei Gründe führt er dafür an: Erosionsschutz, Einsparung von Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie eine gewünschte biologische Vielfalt aus eigenem Interesse.

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