Dorfhelferinnen und Betriebshelfer/innen sind gefragte Leute

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    Wer Landwirt oder Hauswirtschafterin lernt hat viele berufliche Möglichkeiten. Eine davon ist die Arbeit als Betriebshelfer/in oder als Dorfhelfer/in. Wir haben bei der Einsatzleitung im MR Altötting-Mühldorf nachgefragt. Dort braucht man alle Kräfte um die Einsätze abdecken zu können.

    „Dorfhelferinnen haben ausgezeichnete Aussichten auf eine Anstellung“, sagtt Stefan Kürschner, Geschäftsführer der Katholischen Dorfhelferinnen & Betriebshelfer in Bayern GmbH (KDBH). Er versteht den Beruf vor allem als Berufung. Wer gerne direkt am Menschen ist, für den sei dies genau das Richtige. Bei der KDBH sind derzeit bayernweit rund hundert aktive Dorfhelferinnen – in Voll- oder Teilzeit – angestellt.

    Ebenso schaut es für Betriebshelfer gut aus, einen Job zu bekommen. „Wir suchen nach Kräften und freuen uns gelernten Landwirten und Landwirtinnen bayernweit ein interessantes Betätigungsfeld bieten zu können“, schließt sich Jakob Pichlmeier, Geschäftsführer der Ländlicher Betriebs- und Haushaltsdienst – GmbH (LBHD) an. Das Tochterunternehmen der bayerischen Maschinenringe und des Bayerischen Bauernverbandes ist Arbeitgeber von derzeit 208 eingesetzten Personen.

    Angestellt, selbständig, nebenberuflich – es gibt viele Möglichkeiten

    Dabei gibt es ganz unterschiedlichen Formen um in der Betriebs- und Haushaltshilfe tätig zu sein. „Wir vermitteln hauptberufliche Kräfte der KDBH und der LBHD. Daneben ergänzen selbständige Helfer, die sich im Berufsverband sozialer Fachkräfte im ländlichen Raum Bayern zusammengeschlossen haben, und unsere klassisch nebenberuflichen MR-Helfer das Portfolio“, erläutert Peter Falter, Geschäftsführer des MR Altötting-Mühldorf, das komplizierte Gebilde der Betriebshilfe in Bayern.

    Manche Maschinenringe stellen zudem selbst Betriebshelfer an. Darüber hinaus bietet der Evangelische Betriebshelferdienst in Bayern, Hesselberg, Anstellungen an. Die Organisationen, Institutionen und Träger für soziale Dorf-, Betriebs- und Familienhilfe im ländlichen Raum agieren unter der Marke „Ländlicher Dienst Bayern”. Berufliche Möglichkeiten für ausgebildete Kräfte gibt es also viele. Und Helfer/innen werden stark nachgefragt.

    Die Maschinenringe als Einsatzstellen werben darüber hinaus für nebenberufliche Kräfte, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sich ein Zusatzeinkommen zum eigenen Hof verdienen können. „Wir benötigen alle um die Einsätze abdecken zu können“, so Peter Falter. Er und sein Team sind froh, im Ring auf sechs Dorfhelferinnen, fünf hauptberufliche Betriebshelfer, eine Betriebshelferin sowie auf den Stamm der selbständigen und nebenberuflichen Kräfte zugreifen zu könne. Insgesamt stehen gut hundert Personen regelmäßig zur Verfügung. „In diesem Winter konnten wir 80 Familien in der sozialen Betriebshilfe beistehen. Damit waren wir – und die Helfer - am Limit. Aber wir haben es geschafft“, so Peter Falter.

    Lesen Sie hier, was Betriebshelfer Ulrich Stimmer aus Obertaufkirchen und Dorfhelferin Ann-Katrin Kühnast aus Heldenstein über ihren Beruf berichten.