Mitgliederversammlung 2018 mit Neuwahlen

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    Bei der Hauptversammlung des Maschinenrings Coburg-Kronach-Lichtenfels in der Gaststätte "Karolinenhöhe" in Trieb wurde Vorsitzender Frank Menzner aus Lautertal einstimmig wiedergewählt. Auch seine Stellvertreter Hans-Georg Warmuth aus Lichtenfels und Erwin Schwarz aus Kronach erhielten das uneingeschränkte Vertrauen der 89 stimmberechtigten Mitglieder. Geehrt wurden fleißige ehrenamtliche Mitglieder. Der nebenberufliche Betriebshilfsdienst erreichte im Jahre 2017 einen Verrechnungswert in Höhe von 560 326 Euro. Die 18 595 Stunden würden zwölf hauptberuflichen Kräfte entsprechen, machte der Vorsitzende deutlich. 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner zollte dem Maschinenring hohen Respekt.
    Als starke landwirtschaftliche Mitgliederorganisation stehe der nachhaltige Nutzen für die Mitgliedsbetriebe im Vordergrund. Sie sei für viele Betriebe ein unverzichtbarer Partner für die laufenden betrieblichen Abläufe genauso wie für Notfälle. Kreisbäuerin Marion Warmuth machte die enge Verflechtung des Maschinenrings mit dem Bauernverband deutlich. Kleine Betriebe könnten ohne die Hilfe des Maschinerings nicht überleben. Auch als Energielieferant spiele er eine wichtige Rolle.
    Die Kreisbäuerin erwähnte die Mara Rapsmühle in Untersiemau, die erneuerbare Energie in Form von Rapsöl und Rapsdiesel liefere. 22 Betriebe mehr Der Geschäftsführer des Maschinerings, Holger Hegmann, berichtete von einem Mitgliederzuwachs von 22 Betrieben im Jahr 2017. 1593 Mitglieder bewirtschafteten 61 097 Hektar. Die durchschnittliche Betriebsgröße bezifferte er auf 38,35 Hektar. Bei der Betriebshilfe registrierte Hegmann 234 Einsätze mit 37 483 Einsatzstunden. 78 nebenberufliche Betriebshelfer hätten ein Zusatzeinkommen von über 300 000 Euro erwirtchaftet. Die Rapspresse in Untersiemau habe an 319 Tagen 4628 Tonnen Raps gepresst. Daraus wurden 1,8 Millionen Liter Öl gewonnen. Die Anbaufläche von Raps sei mit rund 5400 Hektar in den Landkreisen Kronach, Coburg und Lichtenfels seit drei Jahren konstant geblieben. Der Einsatz von Drohnen zur Bekämpfung des Maiszünslers habe Wirkung gezeigt. Der Kleinschmetterling gehöre zu den wirtschaftlich bedeutendsten Schädlingen am Mais. Zur Bekämpfung des Maiszünslers könnten zwar Insektizide eingesetzt werden, so Heymann. Der Maschinering zog aber eine biologische Schädlingsbekämpfung mit Schlupfwespen vor. Diese vernichten die Larven der Maiszünsler. 2017 wurden zweimal 400 Hektar und einmal 30 Hektar überflogen. "Die Öffentlichkeit war zunächst skeptisch, da sie Bildaufnahmen befürchtete. Nach Aufklärung war man begeistert", sagte der Geschäftsführer. Elias Deuerling vom Maschinenringservice sah eine konstante Umsatzentwicklung, die sich zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro in den vergangenen Jahren eingependelt habe. Winterdienstobjekte mit 45 Räumungsgespannen schlugen 2017 mit 176 000 Euro zu Buche.
    Ein Erfolg sei die dezentrale Kompostierung im Landkreis Kronach. Es wurden 2,4 Millionen Liter Brennstoff geliefert. Die Wahl leitete der BBV-Kreisobmann Michael Bienlein. Geehrt wurden die Betriebshelfer Gerlinde Jakob (553 Stunden), Inge Amberg (429), Sybille Bauersachs (265), Markus Metzner 2005), Hans-Ulrich Grosch (1180) und Ulrich Kreutzer (956).


    (Fotos und Text: Andreas Welz; Fränkischer Tag)