"Es braucht einen Impuls" - überbetriebliche Kartoffelernte

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    18 Kartoffelanbauer aus den Maschinenringen Straubing-Bogen und Regensburg nutzen derzeit einen zweireihigen Kartoffelroder, dessen Einsatz die Südstärke GmbH initiiert hat. Ziel ist es eigenständige Gemeinschaften zu bilden. Für eine Gruppe laufen bereits intensive Gespräche.

    Kartoffelanbau ist arbeitsintensiv. Im Vergleich zu früheren Zeiten sind jedoch immer weniger Leute am Hof verfügbar, auch flexible Aushilfskräfte sind rar. Dazu kommt eine weiterer Knackpunkt: Moderne schlagkräftige Technik ist teuer und verursacht für den Einzelbetrieb enorme Kosten. Vielfach wird also eine Ersatzbeschaffung nicht mehr getätigt und der Kartoffelanbau eingestellt.

    Das wiederum gefällt den Verantwortlichen der Südstärke GmbH gar nicht. Schließlich geht es um ihren Rohstoff. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Landwirten Zukunftsperspektiven entwickeln und den Anbau der Stärkekartoffel für bestehende sowie für neue Lieferanten heute und künftig attraktiv gestalten“, sagt Robert Ingerl von der Südstärke GmbH. In diesem Sinne hat das genossenschaftlich strukturierte Unternehmen im letzten Jahr das Projekt ‚überbetriebliches Kartoffelroden‘ angestoßen. Dazu wurde ein zweireihiger gezogener Kartoffelroder mit ca. 8 t Bunker geleast. Dieser wird vom Maschinenring Straubing-Bogen e.V. samt Schlepper plus Fahrer sowie einer Kraft am Verleseband vermittelt.

    Ziel des auf drei Jahre befristeten Projektes ist es, dass sich eigenständige Gruppen für überbetriebliches Roden gründen.

    Landwirte im Gespräch

    In der Tat hat sich bereits ein Kreis von Interessenten Im Raum Pfatter getroffen. Georg Kramer aus Kiefenholz ist einer von ihnen. Der 41-Jährige ist schon seit längerem auf der Suche nach aktueller Technik. Eine Investition in einen zweireihigen Roder kommt für ihn im eige-nen Betrieb jedoch nicht in Frage. „Wenn man im Verhältnis nur wenig Fläche bearbeitet, kostet das viel Geld. Ein Einreiher bringt mir hingegen zu wenig Leistung und würde für mich einen Rückschritt bedeuten“, schildert er.

    So ist er mit knapp zehn Kollegen zusammen gekommen, um über die gemeinsame Anschaffung einer Erntemaschine zu diskutieren. Unterstützung kam vom MR Regensburg e.V. sowie von der dortigen Kartoffel-Rodegemeinschaft ‚Donautal‘. 

    Auch Kartoffelanbauer Markus Bauer aus Pfatter-Geisling, zugleich Vorsitzender des MR Regensburg e.V., zählt zu den Anwärtern. Er ist davon überzeugt, dass man in der Gemeinschaft hinsichtlich Arbeitskräfte wesentlich flexibler agieren kann als der einzelne Betrieb. Eventuell kann diese sogar als gemeinsamer Arbeitgeber auftreten. Abzuklären sind noch viele weitere organisatorische, rechtliche und steuerliche Dinge. Erst wenn man sich dabei einig ist, wird über das anzuschaffende Gerät diskutiert.

    Weitere Einzelheiten lesen Sie hier in dem Artikel im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt 'Kartoffeln gemeinsam ernten".