Schlepper kaufen oder mieten?

    ,

    Neue Schlepper sind kostspielig. Doch die absolute Zahl des Kaufpreises ist nicht ausschlaggebend. Betriebswirtschaftlich viel interessanter sind die tatsächlichen Kosten je Einsatzstunde. Denn nur daran lässt sich ablesen, wie ökonomisch die Leitmaschine in Wirklichkeit eingesetzt wird.

    Die Maschinenkosten sind Teil der Arbeitserledigungskosten und setzen sich aus den festen und variablen Kosten zusammen. Die Festkosten einer Maschine – Abschreibung, Zinsansatz, Unterbringung und Versicherung - sind jedes Jahr gleich. Sie lassen sich aus dem Anschaffungswert, der Nutzungsdauer, dem Restwert, einem Zinsanspruch und einem Ansatz für Un-terbringung und Versicherung errechnen. Die variablen Kosten sind die tatsächlich pro Stunde anfallenden Kosten wie Treib- und Schmierstoffe sowie Wartung und Reparaturen. Hier greift man in der Regel auf KTBL-Basisdaten zurück, da eigene Aufzeichnungen meist nicht vorliegen.

    Es zeigt sich: Es ist gar nicht so einfach die Kosten exakt zu bestimmen. In jede Berechnung fließen nämlich viele Annahmen ein. Das beginnt beim Verkaufspreis, der mit Verhandlungsgeschick gesenkt werden kann. Auch über die Länge der Nutzungszeit diskutieren Praktiker gerne. Ebenso ist Spielraum bei den Wartungs- und Reparaturkosten - in Eigenregie kann so manches günstiger ausgeführt werden.

    Verfolgen Sie hier die Berechnungen von Gabriel Baum von der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) in Schwäbisch Gmünd. Er kalkuliert am Beispiel eines 175 PS-Schleppers mit einem relativ moderaten Anschaffungspreis von 120.000 Euro netto die Kosten.