Außenwirtschaftsgemeinschaft: Jeder hat einen großen Vorteil

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    Seit 18 Jahren arbeiten vier Betriebe im oberfränkischen Landkreis Coburg als ‚IG Ackerbau GbR‘ eng zusammen. Die gemeinsame Mechanisierung in der Außenwirtschaft ist die Grund-lage für die Entwicklung ihrer Höfe. Von den Vorteilen der Außenwirtschaftsgemeinschaft sind die Landwirte generationsübergreifend überzeugt.

    „Wir profitieren alle von der Kooperation. Trotz vieler gemeinsamer Bereiche hat sich jeder Einzelne seine Individualität bewahrt“, sagt Senior Rolf Rosenbauer aus Fechheim. Leitgedanke der Gründer war es schlagkräftige Technik auf dem Acker zu nutzen. Die daraus resultierenden zeitlichen Freiräume werden für Arbeiten im Stall benötigt.

    Alle Beteiligten halten nämlich Tiere – drei haben Schweine, einer Fresser bzw. Bullen. Leistungsfähige Maschinen, allen voran der Groß-Schlepper, sind jedoch sehr teuer und im Einzelbetrieb unrentabel. Des-halb sind gemeinsame Investitionen zweckmäßig und vernünftig.

    Große ökonomische Effekte

    Die ökonomischen Effekte – Einsparung von Arbeitszeit, Senkung der Maschinenkosten und Freisetzung von Kapital – sind in Außenwirtschaftsgemeinschaften frappierend. Dr. Walter Pfadler, langjähriger FüAk-Berater und Initiator der MR-Beratung, hat die betriebswirtschaftliche Auswirkung anhand konkreter Betriebe durchleuchtet.

    Er stellte fest, dass sie im Vergleich zu Buchführungsbetrieben im Schnitt 3.200 €/ha weniger Maschinenkapital aufweisen, pro Unternehmen sind es 280.000 €. Dieses Kapital steht damit für andere Investitionen wie z.B. Stallinvestitionen zur Verfügung. Zugleich weisen die Betriebe in den sieben untersuchten Gemeinschaften deutlich geringere jährliche Maschinenkosten auf – und zwar um durchschnittlich 250 €/ha bei Ackerbau/Schweinehaltung; bzw. 300 €/ha bei Milchvieh. Pro Betrieb summiert sich dies auf über 22.000 € jährlich mehr Gewinn.