IG Ackerbau - Gemeinsam stark

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    Es hat auf vielen Ebenen Vorteile in einer Interessengemeinschaft zusammen zu arbeiten. Diese Erkenntnis haben auch die Mitglider der 'IG Ackerbau' im oberfränkischen Landkreis Coburg.

    Die ökonomischen Effekte – Einsparung von Arbeitszeit, Senkung der Maschinenkosten und Freisetzung von Kapital – sind in Außenwirtschaftsgemeinschaften frappierend. Dr. Walter Pfadler, langjähriger FüAk-Berater und Initiator der MR-Beratung, hat die betriebswirtschaftliche Auswirkung anhand konkreter Betriebe durchleuchtet.

    Er stellte fest, dass sie im Vergleich zu Buchführungsbetrieben im Schnitt 3.200 €/ha weniger Maschinenkapital aufweisen, pro Unternehmen sind es 280.000 €. Dieses Kapital steht damit für andere Investitionen wie z.B. Stallinvestitionen zur Verfügung. Zugleich weisen die Betriebe in den sieben untersuchten Gemeinschaften deutlich geringere jährliche Maschinenkosten auf – und zwar um durchschnittlich 250 €/ha bei Ackerbau/Schweinehaltung; bzw. 300 €/ha bei Milchvieh. Pro Betrieb summiert sich dies auf über 22.000 € jährlich mehr Gewinn.

    Was für die landwirtschaftlichen Familien in ihrem Alltag freilich am meisten spürbar ist, ist die Arbeitsentlastung in der Außenwirtschaft. Durch leistungsfähige Technik sowie geringere Rüst- und Wegezeiten wurden im Vergleich zur Ausgangssituation zwischen vier und fünf Arbeitskraftstunden pro Hektar eingespart. Pro Betrieb ergibt das rund 410 AKh jährlich. Einsparungen durch parzellenübergreifende Bewirtschaftung und gegenseitiger Austausch von Arbeitskräften sind dabei nicht eingerechnet.

    Einzelheiten zur Gemeinschaft lesen Sie hier.