Jeder sollte auf Betriebshilfe vorbereitet sein

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    Jeder sollte auf Betriebshilfe vorbereitet sein

    Eine Umfrage des MR Unterallgäu zur Betriebshilfe zeigt die Notwendigkeit auf, am Hof wichtige Dinge in einem Notfall-Ordner oder in einer App zu dokumentieren.

    Gleich vorneweg – Betriebshelfern und -helferinnen wird in der Regel eine große Wertschätzung entgegen gebracht. Viele Familien sind dankbar, dass die Einsatzkräfte im Notfall schnell einspringen und tatkräftig loslegen. Geschätzt wird außerdem die hohe Diskretion der Helfer. Dies zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des MR Unterallgäu. Der Ring befragte sowohl Betriebshelfer und –helferinnen sowie Landwirtsfamilien.

    Wer Betriebshilfe macht, der muss anpacken können und flexibel sein. Schwierig wird es, wenn am Betrieb keine Ansprechperson den Helfer unterstützt. Betriebshelfer gaben diese Einsätze als besonders problematisch an.

    Abhilfe könnten Notfallpläne, wie sie die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft empfiehlt, schaffen: Listen, in denen Anweisungen zur Futterration oder zu trockenstehenden Kühen zu finden sind, aber ebenso wichtige Telefonnummern von Tierarzt bis zum Installateur der Melkmaschine.

    In der Praxis verzichten jedoch viele Betriebsleiter auf Dokumentationen für den Ernstfall oder führen diese nur sehr eingeschränkt. Man könne hier nur an jeden Einzelnen appellieren, ihn an seine Eigen-Verantwortung erinnern und Denkanstöße geben. Peter Christmann vom MR Unterallgäu hat dazu eine weitere Anregung. Er empfiehlt die ‚meine risikoAPP‘ für Landwirtschaftsbetriebe der Firma socialsolvent. Am Smartphone können Daten damit relativ einfach eingegeben und auf dem neuesten Stand gehalten werden – selbst noch vom Krankenhaus aus.

    Ganz allgemein gilt: Je besser ein Betrieb organisiert ist, je reibungsloser die Abläufe, desto leichter ist es für die Helfer die Arbeiten zu übernehmen und den Betrieb weiter zu führen. Störanfällige und funktionsuntüchtige Technik hingegen kosten Nerven und Zeit. Letztere ist zudem durch die genehmigte Arbeitszeit der SVLFG begrenzt.