Aufzeichnung Düngemaßnamen

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich ist jeder landwirtschaftliche Betrieb dazu verpflichtet die durchgeführten Düngemaßnahmen innerhalb von zwei Tagen schriftlich zu dokumentieren, wenn folgende Bagatellgrenzen überschritten sind.

Dabei wird zwischen Grünen Betrieben und Nicht-Grünen Betrieben unterschieden:

Grüne Betriebe (>80% der Flächen im Grünen Gebiet):

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche kleiner 30 ha (ausgenommen der Flächen §8 Abs. 6 Nr. 1 und 2 DüV)
  • Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft kleiner als 110 kg N je ha
  • Höchstens drei ha Gemüse, Hopfen, Wein oder Erdbeeren
  • Kein Aufnahme von Wirtschaftsdünger oder Gärreste

 Betriebe, die nicht grün sind:

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche kleiner 15 ha (ausgenommen der Flächen §8 Abs. 6 Nr. 1 und 2 DüV)
  • Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft kleiner als 750 kg N je Betrieb
  • Höchstens zwei ha Gemüse, Hopfen, Wein oder Erdbeeren
  • Keine Aufnahme von Wirtschaftsdünger oder Gärreste

Was genau muss dokumentiert werden?

Die Aufzeichnungen umfassen neben der Schlagbezeichnung und der Schlaggröße die Düngerart, die Ausbringmenge und die Gesamtmenge des ausgebrachten Stickstoffs und des Phosphats. Bei organischen Düngern zusätzlich noch die ausgebrachte Menge an verfügbarem Stickstoff (NH4-N), sowie der tierische Nährstoffanteil (z.B. im Biogasgärrest) getrennt nach N und P.

Formblätter zur Dokumentation finden Sie HIER oder HIER

Alternativ zur händischen Dokumentation empfehlen wir die Dokumentation über eine digitale Ackerschlagkartei. Hierzu steht unsere Ackerschlagkartei MeinAcker vom Maschinenring kostenlos zu Verfügung.

Weiter Infos finden Sie Hier