Rote Gebiete

Wer ist betroffen?

Betroffene können sich im  iBalis  informieren welche und wieviel Fläche betroffen ist.

Dazu gibt es mehrere unterschiedliche Methoden:

Methode 1:

Hier können Sie bei der Feldstückskarte einen Roten "Layer" über die betroffenen Felder legen und haben so einen Überblick über alle Flächen.

  1. Gehen Sie auf die Feldstückskarte und dort wie im Bild markiert auf den Bleistift
  2. Nun öffnet sich die Ebenenauswahl. Klicken Sie dort auf "Ebene hinzufügen"
  3. Jetzt öffnet sich ein "Dropdown"-Menü. Scrollen Sie nach ganz unten. Dort wählen Sie nun "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)" aus.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

 

 

Nun müsste die Karte ungefähr so aussehen:

 

 

Methode 2:

Hier können Sie bei jedem Feldstück nachsehen ob es sich um eine "Rote Fläche" handelt oder nicht.

  1. Klicken Sie auf die Feldstückskarte und dann direkt darunter auf Feldstücke prüfen.
  2. Wählen Sie ein Feldstück aus.
  3. Nun können Sie an der markierten Stelle sehen, ob es sich um eine gefährdete (rote) oder nicht gefährdete (grüne) Fläche handelt.

Methode 3:

Hier können Sie sehen ob Ihr Betrieb mehrheitlich "Grüne Flächen" (Grüner Betrieb) oder "Rote Fläche" (Roter Betrieb) besitzt.

  1. Klicken Sie links auf "Betriebsinformationen" und direkt darunter nochmal auf "Betriebsinformationen".
  2. Klicken Sie nun auf "Nitratgefährdete Gebiete (AVDüV)"
  3. Nun können Sie hier sehen zu wie viel % ihr Betrieb im Grünen Gebiet liegt und welche Erleichterungen er dadurch erreichen kann.

Auflagen

Auf allen roten Feldstücken des Betriebes (im iBalis gekennzeichnet) sind drei zusätzliche Auflagen einzuhalten:

  • Jährliche Untersuchung des im Boden verfügbaren Stickstoffs auf allen Ackerschlägen bzw. Bewirtschaftungseinheiten (ausgenommen mehrschnittiger Feldfutterbau): Je Kultur müssen mindestens auf einem Feldstück eine Nmin- oder EUF-Bodenprobe gezogen werden. Für die weiteren Feldstücke der gleichen Kultur kann der im Boden verfügbare Stickstoff mit einem Simulationsprogramm ermittelt werden. Bei Hopfen muss mindestens auf 3 Hopfenflächen eine Nmin Untersuchung stattfinden. Bei den restlichen Hopfenflächen wird dann der Durchschnitt dieser drei Werte verwendet. Die ermittelten Werte müssen bei der Düngebedarfsermittlung verwendet werden.
  • Jährlich eine Untersuchung von Wirtschaftsdüngern sowie Gärresten vor dem Ausbringen auf Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat:                                 Die Untersuchung ist einmal pro Jahr vom mengenmäßig bedeutendsten Wirtschaftsdünger des Betriebes durchzuführen. Das Untersuchungsergebnis ist für die Düngebedarfsermittlung aller roten Flächen des Betriebes zu verwenden.
  • Einhaltung von erhöhten Gewässerabständen bei der Düngung mit 5 m statt 4 m auf ebenen Flächen und 10 m statt 5 m auf stark geneigten Flächen mit mehr als 10% Hangneigung zur Böschungsoberkante.

Weiter Informationen finden Sie:   Hier.

Informationen und Anmeldeprogramm "DSNonline" für Nmin - Bodenproben finden Sie:   Hier.

Befreiung von Auflagen:

Eine Befreiung von den zusätzlichen Maßnahmen auf den roten Flächen ist möglich, wenn einer der folgenden vier Bedingungen erfüllt ist:

  • Ein Betrieb weist in der aktuellen Nährstoffbilanz einen Kontrollwert von max. 35 kg N/ha im dreijährigen Mittel nach
  • Der Betrieb nimmt an der KULAP-Maßnahme B10 "Ökologischer Landbau im Gesamtbetrieb" teil.
  • Es bestehen Kooperationen mit Wasserversorgern, die eine vergleichbare Wirkung wie die drei zusätzlichen Auflagen haben und es wurden ein Befreiungsantrag gestellt und genehmigt.
  • Wenn die Feldstücke mit einer der folgenden KULAP-Maßnahmen belegt sind (in diesem Fall ist nur die betroffene Fläche für die dauer der KULAP-Maßnahme befreit):
    • B28/B29 - Umwandlung Acker- in Grünland entlang von Gewässern und in sonstigen sensiblen Gebieten,
    • B30 - Extensive Grünlandnutzung entlang von Gewässern und in sonstigen sensiblen Gebieten,
    • B34 - Gewässer- und Erosionschutzstreifen (zukünftig B32/B33)
    • B35 - Winterbegrünung mit Zwischenfrüchten
    • B36 - Winterbegrünung mit Wildsaaten,
    • B37 - Mulchsaatverfahren bei Reihenkulturen
    • B38 - Streifen-/Direktsaatverfahren bei Reihenkulturen
    • B39 - Verzicht auf Intensivfrüchte in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten.

 (Stand Juni 2019)

 

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