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Maschinen und Betriebshilfring

Landshut-Rottenburg


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    Maschinenring Landshut-Rottenburg besuchte die Ukraine

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    Die Landwirtschaft der Ukraine war das Ziel einer viertägigen Fachexkursion des Maschinenrings Landshut-Rottenburg. Die 28-köpfige Reisegruppe flog von München nach Kiew Bryspil und wurde dort von der Dolmetscherin Olga Zein empfangen. Sie begleitete die Gruppe bis zum Rückflug durch die Kornkammer Europas mit seinen fruchtbaren Schwarzerdeböden.

    Am zweiten Tag war die Niederlassung der Firma ROPA in Polkownitsche, 120 km südlich von Kiew das erste Ziel. Von hier aus erfolgt die Ersatzteilversorgung der Zuckerrübenroder und Lademäuse von ROPA in der Ukraine. Auch die Schwandorfer Firma HORSCH hat sich hier eingemietet. ROPA bewirtschaftet auch einen landwirtschaftlichen Betrieb mit rund 2.600 Hektar. Bei einem Rundgang durch das Dorf wurde ein Mitarbeiter von ROPA besucht, der einige Schweine mästet und in seinem großen Garten Obst und Gemüse für die Selbstversorgung anbaut.

    Diese kleinbäuerliche Landwirtschaft wird immer weniger, da die jungen Leute in die Stadt ziehen und ein besseres Leben wollen. Unter Stalin wurde die ukrainische Landwirtschaft zwangskollektiviert, das heißt die Flächen wurden enteignet und Kolchosen gegründet. Die Bauern durften nur 2.000 Quadratmeter selbst bewirtschaften. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1992, wurden die staatlichen Kolchosen wieder privatisiert. Jeder Mitarbeiter der Kolchose erhielt einen Flächenanteil von etwa 3 bis 5 Hektar als Privatbesitz.

    Landwirtschaftlicher Grund kann in der Ukraine nicht gekauft, sondern nur gepachtet werden. Nächste Station war ein Teilbetrieb des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, der mit einem Konsortium insgesamt 130.000 Hektar bewirtschaftet, davon 4.200 Hektar Zuckerrüben.

    Der dritte Tag führte zu einem 15.000 Hektar Betrieb einer holländischen Investorengruppe bei Kischenzi. Hier wird gerade der Kuhbestand von 1.200 auf 2.400 verdoppelt. Gemolken wird mit einem Melkkarussel für 80 Kühe. Anschließend ging es zum Betrieb von Hans Wenzl, der aus Fürstenzell bei Passau stammt. Er bewirtschaftet seit 2003 einen 3.000 Hektar Ackerbaubetrieb in Rogy in der Zentralukraine und begrüßte die Gäste aus Niederbayern sehr herzlich. Eine Bürokraft ist alleine mit der Betreuung seiner über 1.200 Verpächter beschäftigt.

    Alle Betriebe arbeiten mit moderner Westtechnik und betreiben Ackerbau auf höchstem Niveau. Sie bauen Sojabohnen, Weizen, Sonnenblumen, Raps und Zuckerrüben an. Entscheidend für gute Erträge sind ausreichende Niederschläge.

    Am letzten Tag stand eine Stadtführung durch die ukrainische Hauptstadt Kiew, die 3-Million-Stadt am Dnjepr, auf dem Programm.