Maßnahmen gegen P-Verluste

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    Im aktuellen Maschinenring-Magazin erschien jetzt auch der dritte Teil der Magazin-Serie „Maßnahmen gegen P-Verluste“. Lesen Sie vorab online schon rein!

    Wenn Phosphor ungenutzt von Acker und Grünland erodiert oder abgeschwemmt wird, kostet das teuren Mineraldünger, es geht ein knapper Rohstoff verloren und Bäche, Flüsse und Seen werden belastet. Drei gute Gründe, die P-Austräge auf ein Minimum zu begrenzen.

    Es dauert Jahrzehnte, bis die Phosphorgehalte im Boden und in Gewässern durch eine verringerte Düngung sinken. Trotzdem ist die Reduktion der P-Bodengehalte die wichtigste Maßnahme zur Minderung der Phophor-Verluste von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Bedeutende P-Quellen im Flachland sind tief entwässerte und intensiv genutzte Moorböden. Durch extensive Nutzung als Grünland bei möglichst hohen Grundwasserständen und geringem Düngereinsatz lassen sich die P-Verluste von diesen Flächen deutlich reduzieren. Der Einsatz von Wirtschaftsdüngern auf erosionsgefährdeten, geneigten Flächen am Gewässer kann zu direkten Einträgen während oder nach der Ausbringung führen. Mittels Direkteinarbeitung oder Umverteilung auf Flächen außerhalb der Einzugsgebiete kann die Belastung der Gewässer mit Phosphor aus Wirtschaftsdüngern deutlich gesenkt werden.

    Maßnahmen gegen Erosion wirken schnell
    Durch Erosion wird Phosphor gebunden an Bodenpartikel hangabwärts verlagert und kann in angrenzende Gewässer gelangen. Dieser Verlustpfad hat deutschlandweit die größte Bedeutung mit Schwerpunkten in stark reliefiertem Gelände. Oftmals finden die Erosionsereignisse an nur wenigen Tagen im Jahr statt. Viele erosionsmindernde Maßnahmen wirken bereits kurzfristig im Jahr der Umsetzung. Die größten Wirkungen sind auf Risikoflächen mit starker Hangneigung, großen Hanglängen und Reihenkulturen mit Pflugeinsatz zu erwarten. Oftmals ist es ausreichend, erosionsmindernde Maßnahmen auf Teilflächen umzusetzen: Hang am Gewässer, Rinnenstrukturen mit Neigung zum Gewässer und Niederungen am Gewässer. Uferrandstreifen können je nach Geländesituation und Breite mitgeführten Phosphor zurückhalten. Im Rahmen des Greening können solche Uferrandstreifen als ökologische Vorrangfläche mit dem Faktor 1,5 anerkannt werden.

    Grobes Saatbett schützt den Boden vor Abtrag
    Besonders empfindlich gegen Erosion sind unbewachsene Böden mit feinkrümeligem Saatbett. Die Saatbettbereitung sollte daher in erosionsgefährdeten Lagen nicht feiner als nötig sein. Nach der Ernte der späträumenden Sommerungen Rüben und Kartoffeln kann der Bodenabtrag im Winterhalbjahr und Frühjahr erheblich sein, weil oftmals keine Zwischenfrucht etabliert werden kann. Flächen mit geschlossener Vegetationsdecke, grob gepflügtes oder besser gegrubbertes Land und Stoppelfelder sind dagegen weniger gefährdet. Walzen sollte vermieden werden, weil die Versickerung eingeschränkt wird und der Anteil oberflächlich abfließenden Niederschlagswassers steigt. Eine Neuansaat sollte möglichst umgehend nach dem Stoppelumbruch erfolgen, um den empfindlichen Bodenzustand kurz zu halten. Auf erosionsgefährdeten Standorten sind pfluglose Bodenbearbeitungsverfahren zu bevorzugen. Der Humusgehalt im Boden steigt und die Stabilität der Bodenstruktur wird verbessert. Die Oberfläche ist zwischen 10 und 30 % Flächenanteil mit Ernteresten der Vorfrucht bedeckt. Die Halme und Stengel wirken als kleine Erosionsbarrieren und verringern den Bodenabtrag um bis zu 50 %. Bodenverdichtungen unterhalb des Bearbeitungshorizontes behindern die Infiltration des Niederschlagswassers und fördern den Bodenabtrag. Mechanische Tiefenlockerung in Kombination mit tiefwurzelnden Zwischenfrüchten können die Verdichtungszonen lockern.

    Lesen Sie im Magazin weiter, wie man mit Kalk und Humus gegen P-Verluste vorgehen kann und welche Auswirkung es hat Phosphor direkt an der Wurzel zu platzieren.