LandEnergie informiert: Wind an Land- Bürgerenergie großer Gewinner

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    Bürgerenergiegesellschaften können sich unter erleichterten Bedingungen bei Ausschreibungen für Windkraftanlagen bewerben und so eine Förderung für ein Projekt in ihrem Landkreis erhalten. Die Vorzugsbehandlung zeigt Wirkung: Solche Bürgerzusammenschlüsse reichten bei der ersten Ausschreibungsrunde zwei Drittel aller Gebote ein und sicherten sich sogar 93 Prozent der Zuschläge. Das heißt von den 70 erfolgreichen Projekten wurden 65 von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht, fünf von anderen Akteuren.

    Für insgesamt 800 Megawatt (MW) installierte Windkraftleistung gingen 256 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 2.137 MW ein. Das Ausschreibungsvolumen war also zweieinhalbfach überzeichnet. Der niedrigste Zuschlagspreis liegt bei 5,25 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh), der höchste bei 5,78 Ct/kWh. Die Zuschläge sind breit über das Bundesgebiet auf insgesamt neun Bundesländer verteilt.

    Bürgerenergiegesellschaften: Vorteile gegenüber anderen Bietern
    Im Ausschreibungsverfahren haben Bürgerenergiegesellschaften zwei Vorteile gegenüber anderen Akteuren: Zum einen können sie im Gegensatz zu sonstigen Bietern ein Gebot für einen Windpark auch ohne Genehmigung abgeben und erhalten dann eine um 24 Monate verlängerte Realisierungsfrist. Zum anderen bemisst sich die Förderhöhe nicht nach dem Gebotspreis wie bei den sonstigen Akteuren, sondern sie erhalten den höchsten bezuschlagten Preis, in diesem Fall also 5,78 Ct/kWh. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko für Bürgergesellschaften und sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Akteursvielfalt beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

     

    Quelle: www.bmwi.de