Rückblick 34. Mitgliederversammlung

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    Die Grußworte sprachen Frau Stief, Leiterin des Amtes für Landwirtschaft in Rastatt, Stefan Kury vom Landratsamt Ortenaukreis und Philipp Käppler, Vorsitzender MR Waldshut e.V. und stellvertretender Vorsitzender des LV MR BaWü.

    Manfred Bannwarth stellt den Anwesenden den Geschäfts- und Kassenbericht des Geschäftsführers vor. Zum ersten Mal seit über 25 Jahren musste ein leichter Mitgliederrückgang um 4 Mitglieder auf nun 1096 Mitglieder verzeichnet werden. Positiv hat sich die überbetriebliche Maschinenvermittlung (+13%) und der Bereich der Vegetationspflege und des Winterdienstes (+4%) entwickelt. In den anderen Bereichen konnte das Vorjahresniveau nicht gehalten werden. In der Betriebs- und Haushaltshilfe ging der Verrechnungswert um 8 % zurück.  Hier  leisteten  11  Betriebshelfer  und  8 Haushaltshilfen 18.111 Stunden. Positiv ist die Gesetzesänderung zum 01.01.2016 des § 38 des fünften Sozialgesetzbuches zu sehen, welche besagt, dass auch Personen ohne Betrieb und ohne Kinder unter 12 Jahren eine Haushaltshilfe beantragen können. Der behandelnde Arzt muss die Notwendigkeit bescheinigen und die jeweilige Krankenkasse entscheidet über den Umfang mit welchem eine Haushaltshilfe eingesetzt werden kann.

    Auch der Abwärtstrend bei den Saisonarbeitskräften hat sich nur ein wenig verlangsamt. Auf Grund des Mindestlohngesetzes und die dadurch entstandenen Konsequenzen sind die über den Maschinenring vermittelten Saisonarbeitskräfte für einige Betriebe nicht mehr zu bezahlen. Daher bietet der Maschinenring Ortenau seit zwei Jahren zusätzlich so- genannte SAK-Pakete an. Hierbei kümmert sich der MR um die An- und Abreise, die Arbeitsverträge, schickt den Betrieben Vorlagen für die Stunden- dokumentation und Mietverträge sowie eine Melde- liste für SAK-Versicherungen. Die SAK ist hierbeinicht beim MR angestellt, sondern bei dem jeweiligen Betrieb. Dadurch lassen sich die Kosten für den jeweiligen Betrieb senken.

     Der Verrechnungswert im Warenumsatz war eben- falls rückläufig (-19%), was jedoch zum größten Teil auf den geringen Dieselpreis zurückzuführen ist. Insgesamt ging der Verrechnungswert leicht um -0,6% auf 2.800.341 € zurück.

    Herr Stefan Kury, Landratsamt Ortenaukreis, schlug den Anwesenden die Entlastung von Vor- stand und Geschäftsführung vor. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

    Im Anschluss fanden die Wahlen zu Vorstand und Beirat statt. Herr Stefan Kury wurde von der MGV als Wahlleiter vorgeschlagen und einstimmig ge-wählt. Es befanden sich 67 stimmberechtigte Mit- glieder im Saal. Für den 1. Vorsitzenden stand Horst Körkel zur Wiederwahl und wurde einstimmig im Amt bestätigt. Die beiden Stellvertreter Dionys Metzinger und Josef Mayer wurden einzeln im Amt bestätigt. Die Beiräte Martin Huber, Günter Franz, Paul Buchholz, Alfred Müller, Hannes Fleig, Jürgen Riester und Bernd Hammes wurden ein- stimmig von der Mitgliederversammlung wieder- gewählt.

    Anschließend wurden Petra Wilhelm und Tobias Dietrich anlässlich ihres 10-jährigen Betriebsjubiläums von Horst Körkel und Manfred Bannwarth geehrt. 

    Ulrike Derndinger und Heinz Siebold ließen den Abend mit ihrem Kabarett Auftritt „Zwische de Ziilde – Mund-Art von do und dört – gschwätzt und gsunge“ ausklingen. Wer jammert, hat schon verloren: Alemannische Mundart lebt nur weiter, wenn sie gesprochen, gesungen, gehört, genossen wird. Das Duo Ulrike Derndinger und Heinz Siebold macht vor, dass alemannisch von „do und dört“ seinen eigenen Klang und Reiz hat. Nieder- alemannisch aus der Ortenau trifft Hebelalemannisch aus dem Wiesental. Mit persönlicher Note: Mutter und Tochter hocke im Schnoogeloch am Rhin, Landei und Wälder wundern sich über d’ Herreslüt in der Stadt. „Recht schwätze“ müssen alle lernen,

    „Hochdütsch cha doch jeder – aber alemannisch chönne nur mir“. Insgesamt war der Unterhaltungsprogrammpunkt sehr kurzweilig und rundete die 34. Mitgliederversammlung ab.