Neue Düngevorordnung

Das Wichtigste für Sie in der Praxis zusammengefasst

Pflanzen benötigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis, damit sie optimal wachsen. Eine Düngung nach guter fachlicher Praxis versorgt Pflanzen mit notwendigen Pflanzennährstoffen und erhält und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Im Wesentlichen konzentriert sich die Düngeverordnung auf folgende Aspekte: Vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen sind die im Boden vorhandenen Nährstoffe vom Betriebsinhaber zu ermitteln.

Zu den wichtigsten Formularen

Vor der Düngung muss schriftlich der Düngebedarf ermittelt werden. Für die jeweilige Kultur wird der Bedarf durch das Berechungschema der DüV ermittelt, jeweils für Stickstoff und Phosphat.

  • Ausbringung von organischen Düngemitteln auf unbestelltem Ackerland ab 2020 nur noch streifenförmig oder direkt eingebracht (Schlitztechnik o.ä.) 
  •  Für Gründland/ Dauergrünland gilt das ab dem Jahr 2025 
  • Auf unbestellten Ackerflächen müssen die aufgebrachten Düngemittel unverzüglich, jedoch spätestens vier Stunden nach der Aufbringung eingearbeitet werden

Für Stickstoff

  • Schlagspezifisch/ je Bewirtschaftungseinheit
  • durch die Untersuchung representativer Bodenproben 
  • durch die Übernahme der von der vom landesrecht zuständigen Stelle veröffentlichten Ergebnisse vergleichbarer Standorte (aktuelle Nmin Veröffentlichung)

Für Phosphat

  • jeder Schlag ab einem Hektar
  • durch die Untersuchung representativer Bodenproben
  • Empfehlenswert im Rahmen der Fruchtfolge, mindestens aber alle 6 Jahre 

Sperrfristen

  • Ackerland
    • nach Ernte der Hauptfrucht und endet am 31. Januar
    • Ausnahme: nach Getreide eine Folgekultur wie: WG, WR, Zwischendrüchte oder Feldfutter, dann beginnt die Sperrfrist mit dem 01. Oktober
  • Grünland / Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau

    vom 01. November bis zum 31. Januar.

Die Lagerkapazität muss für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten sicher gegeben sein. Ab 2020 - für Betriebe mit mehr als drei Großvieheinheiten je Hektar LF oder ohne eigene Aufbringfläche erhöht sich die vorgeschriebene Lagerkapazität auf neun Monate.
Nachweispflicht: Eine Lagerraumkapazitätsberechnung ist zu erstellen auf Grundlage der DüV/ über den Nährstoffvergleich. Länderermechtigungen geben den Bundesländern vor zusätzliche Maßnahmen in Gebieten mit hoher Nitratbelastung im Grundwasser zu ergreifen.

Länderermächtigungen geben den Bundesländern vor zusätzliche Maßnahmen in Gebieten mit hoher Nitratbelastung im Grundwasser zu ergreifen.

  • Vor der Düngung muss schriftlich der Düngebedarf ermittelt werden. 
    Für die jeweilige Kultur wird der Bedarf durch das Berechungschema der DüV ermittelt, jeweils für Stickstoff und Phosphat. 

    zur Düngebedarfsermittlung 

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