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Magazin Ausgabe 01/2023
01/2023
26. April 202326.04.23
E-Mobilität kommt
Bundesverband der Maschinenringe e.V

Wir haben mit Tobias Jakob über die Möglichkeiten von elektrisch betriebener Landtechnik gesprochen, er ist Experte für E-Mobilität bei LandEnergie.

Wie das Ganze erfolgreich in der Praxis aussehen kann? Das siehst du am Beispiel des Edmeier-Hofes, die auf E-Mobilität setzen.

Tobias, wie fortgeschritten ist die Technik von E-Landmaschinen?

Der Einsatz von E-Traktoren steht noch ganz am Anfang, bisher sind nur kleinere Traktoren praxisreif. Bei den Maschinen der Innenwirtschaft und im Landschaftsbau sind hingegen schon Modelle erhältlich, vom E-Lader bis zum vollelektrischen Futtermischwagen. Klar ist: Die Technik wird in Zukunft kommen.

"E-Mobilität kommt."

Tobias Jakob

Produktmanager E-Mobilität

Was hältst du von E-Autos auf landwirtschaftlichen Betrieben?

Wer eine eigene Solaranlage hat und den Strom nicht voll einspeist, für den bietet sich ein Elektroauto sehr an. Die Betriebskosten sind dann deutlich günstiger als bei Verbrennern. Viele einzelne und kurze Einsätze sind ideal für die Batterien in elektrischen Fahrzeugen. Wichtig ist, dass ein Auto mit passender Reichweite angeschafft wird und dass es zeitlich passt, das Auto tagsüber bei vollem Sonnenschein zu laden.

Spielt auch die Überzeugung eine Rolle?

Es gibt natürlich auch Argumente über das Geld hinaus. Zum Beispiel die Autarkie. Je mehr davon, desto besser für den Landwirt; das gilt auch bei der Energieversorgung für den Hof. Zudem ist E-Mobilität deutlich klimafreundlicher. Als Landwirt ist man ja von Klimaveränderungen besonders stark betroffen, gerade für die, die viel Wert auf Nachhaltigkeit legen, sind E-Maschinen spannend. Die E-Landmaschinen sind leiser als Verbrenner; das ist ein Vorteil in der Tierhaltung. Und elektrische Fahrzeuge stoßen keine Emissionen aus: Man muss sich keine Sorgen mehr machen über Abgase. Vor allem in kleinen Hallen mit schlechter Belüftung ist das gut für die Gesundheit des Landwirts.

Und die Nachteile?

Die betreffen vor allem die Landtechnik. Bei der Arbeit müssen vor allem Fahrzeuge mit hoher Leistung öfter nachgeladen werden und man hat auch nicht mehr den Energiespeicher, wie man es von Dieseltanks gewohnt ist. Zudem sind die Anschaffungskosten im Moment noch hoch, und es gibt nur wenige Produkte zur Auswahl. Weil noch Erfahrungswerte fehlen, muss man zum Teil damit rechnen, ein gewisses Lehrgeld zu zahlen.

Sollte man jetzt dennoch E-Maschinen anschaffen?

Die Regierung und Wirtschaft haben sich auf die Umstellung auf E-Mobilität geeinigt. Deshalb ja: Es lohnt sich, sich zu informieren und über eine Umstellung nachzudenken. Die Auswahl wird immer größer und die Technik ausgereifter. Im Dezember 2022 wurden in Deutschland mehr elektrische PKW zugelassen als reine Verbrenner.

Förderung

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung fördert elektrifizierte Landmaschinen – mit dem „Programm zur Steigerung der Energieeffizienz und CO₂-Einsparung in Landwirtschaft und Gartenbau“. Du bekommst eine bis zu 20-prozentige Förderung, wenn du angetriebene Landtechnik kaufst oder umrüsten möchtest.

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