Der Bundesverband der Maschinenringe hat mit der goldenen Ehrennadel das Engagement, den Gestaltungswillen und internationalen Einsatz Andreas Hastedts gewürdigt. Die Auszeichnung erhielt das Maschinenring-Urgestein beim Tag der Maschinenringe 2026 in Paderborn.


Gemeinsam zeichneten Nils Thun (links), Martin Gehring (rechts) und Norbert Binger (2. von rechts) Andreas Hastedt mit der Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes der Maschinenringe aus.
Mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes der Maschinenringe hat Präsident Nils Thun beim Tag der Maschinenringe das herausragende, langjährige Wirken von Andreas Hastedt gewürdigt. „Heute ehren wir einen besonderen Menschen. Einen Macher, einen Gestalter“, betonte Thun. Hastedt habe sein Leben der Landwirtschaft gewidmet und früh erkannt: „Gemeinsam geht mehr.“
Seit 1990 sei Hastedt Teil des Maschinenrings Harburg und habe diesen über mehr als drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt – zunächst als Mitarbeiter, ab 2003 als Geschäftsführer. Unter seiner Führung habe sich der Maschinenring zu einem modernen Dienstleister entwickelt. „Er hat neue Wege gedacht. Und er hat sie umgesetzt“, so Thun. Strukturen, die bis heute tragen, und neue Angebote für Landwirte und Regionen seien sein Verdienst.
Besonders hob Thun Hastedts Haltung hervor: „Es geht ihm nie um sich selbst, sondern immer um das große Ganze.“ Er stelle persönliche Interessen hinten an, sei stets verlässlich und habe „keine Reise zu weit, keinen Termin zu unpassend“ gefunden, wenn es dem gemeinsamen Ziel diente.
Auch überregional habe Hastedt Maßstäbe gesetzt – etwa im Landesverband Niedersachsen, im Aufsichtsrat der Maschinenringe Deutschland GmbH und in zahlreichen Gremien. Themen wie Digitalisierung habe er früh vorangetrieben. Systeme wie „MeinAcker“ oder moderne Verwaltungsstrukturen seien unter seiner Verantwortung eingeführt worden. Sein Prinzip sei dabei immer gewesen: „Nicht nur reden, sondern machen.“
Neben seiner fachlichen Leistung würdigte Thun auch die Persönlichkeit des Geehrten. Hastedt sei „neugierig, bodenständig und klar in seiner Haltung“. Er höre zu, bleibe ruhig und spreche auch in schwierigen Situationen offen.
Auch nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer bleibe Hastedt aktiv – nun verstärkt international. Für die Maschinenring Foundation engagiere er sich vor Ort, schule Menschen und baue Strukturen auf. Er lebe den Gedanken der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und trage die Idee der Maschinenringe in andere Länder.
„Du hast Menschen verbunden und Gemeinschaft gestaltet“, fasste Thun zusammen. Mit der Goldenen Ehrennadel werde ein Lebenswerk geehrt, das regional, national und international Wirkung zeige.
„Ich bin sehr gerührt“, sagte Hastedt in einer ersten Reaktion zur Verleihung. „Der Maschinenring war und ist meine Leidenschaft. Das geht nicht von einem auf den anderen Tag vorbei“, erklärte der mittlerweile ausgeschiedene Geschäftsführer. Durch seine Tätigkeit habe er überall in Deutschland sehen und erleben dürfen, wie vielfältig die Gemeinschaft der Maschinenringe sei. „Ihr Landwirte seid die Basis, die unsere Gemeinschaft zusammenhält“, erklärte der Geehrte.