Nach den positiven Reaktionen auf die erste Kenia-Reise der Maschinenring-Foundation gGmbH (MRF) im November 2025 plant die MRF für den November dieses Jahres erneut eine zwölftägige Exkursion zu den Maschinenringen des ostafrikanischen Landes.Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Pauschalreise, sondern um eine besondere Kombination aus beeindruckenden Landschaften, Besuchen bei Maschinenringen und kenianischen Landwirten, Safari-Erlebnissen sowie intensivem Austausch mit Kollegen und Menschen vor Ort.


Die Reise findet von 15. bis 28. November 2026 statt. In den 14 Tagen sind der An- und Abreisetag bereits inkludiert. Andreas Hastedt, bei der Maschinenring Foundation der Experte für Kenia, wird die Reiseleitung übernehmen. Der ehemalige MR-Geschäftsführer ist bereits seit mehreren Jahren für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in dem ostafrikaischen Land unterwegs und ein Kenner der Landwirtschaft und Kultur in der Region. Abflughafen ist Frankfurt am Main, das Ziel ist Nairobi. In Kenia selbst ist die Gruppe mit dem Reisebus unterwegs. Die Kosten für die Reise liegen bei 3.300 Euro, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 500 Euro, die Eintrittsgebühr für den Safaripark in Höhe von 350 Euro ist vor Ort zu entrichten. Anmeldeschluss für die Reise ist der 17. Juli 2026.
Interessierte können sich bei Fragen gerne unter hanne.conrad-nielsen@maschinenringe.com oder foundation@maschinenringe.com an die MRF wenden.
Bereits Ende November 2025 organisierte die Maschinenring Foundation eine zwölftägige Reise nach Kenia mit Besuchen bei den Maschinenringen in Bungoma, Kakamega und im Nyandarua County sowie verschiedene landwirtschaftliche Projekte und Kooperationspartner. Im Mittelpunkt standen dabei der direkte Austausch mit kenianischen MR-Kollegen und Landwirten sowie spannende Einblicke in lokale Anbaumethoden und Arbeitsweisen.
Neben dem fachlichen Programm bot die Reise auch eindrucksvolle Naturerlebnisse: Bei einer zweitägigen Safari durch die berühmte Masai Mara erlebten die Teilnehmer die faszinierende Tierwelt Afrikas hautnah in ihrer natürlichen Umgebung. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des bekannten Marathon-Zentrums Iten, das mit seiner einzigartigen Lage und spektakulären Landschaft besonders Naturbegeisterte beeindruckte.
Die Verbindung aus intensivem landwirtschaftlichem Austausch, den Besuchen bei den Maschinenringen und außergewöhnlichen Naturerfahrungen machte die Kenia-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis – fachlich, persönlich und kulturell. Raphael Röckenwagner und Ingrid Siglreitmaier haben ihre Eindrücke in Interviews geschildert.
Was war die berührendste Erfahrung?
Raphael Röckenwagner: „Zu mir ist eine junge Familie mit einem kleinen Mädchen gekommen und hat gesagt, der größte Traum von dem Mädchen war, dass sie einen Weißen an der Hand nehmen darf. Und dann bin ich mit ihr, die war vielleicht so fünf oder sechs Jahre alt, auf einen Hügel mit so schönen runden Felsen – mit ihr an der Hand - hochgelaufen. Von oben haben wir eine wunderschöne Aussicht gehabt, das ganze Dorf hat einen Sonntagsausflug mit uns gemacht.“
Haben Sie sich auf der Reise immer sicher gefühlt?
Raphael Röckenwagner: „Ja, absolut. Auf alle Fälle, ja. Und ich glaub, dass da draußen am Land auch nichts los ist.“ (RR)
Wie würden Sie die Reise mit ein paar Worten beschreiben?
Beide: "Gastfreundschaft, Lebensfreude und Aufbruch, und auch schönes und kalkulierbares Abenteuer."
Wie würden Sie die Reise auf einer Skala von 1 (schlecht) – 10 (sehr gut) bewerten?
Raphael Röckenwagner: „12! - Man muss aber wissen, das ist kein Urlaub, sondern eine Reise und ein Abenteuer und man kriegt halt Einblicke, die man als gewöhnlicher Tourist nie bekommen würde. Was Besonderes. Also besonders schön! Wir haben ja keine Klimaanlage im Bus genutzt, das war gut, weil keiner krank geworden ist. Es war kein Luxusbus. Man fährt genauso wie die Einheimischen, das sind genau die Standardbusse, wir waren ja ein paar weniger Leute drin, sag ich jetzt mal, nicht so eng und keine Hühner und Schweine dabei.“
Ingrid Siglreitmaier: „Die Gruppe hat sehr gut zusammengepasst.“
Hatten Sie ein besonderes Erlebnis bei der Safari?
Raphael Röckenwagner: Die Warzenschweine halt. Da wollten sich gerade die Löwen paaren oder auch nicht, aber auf jeden Fall sind da zwei rotzfreche Warzenschweine zu der Löwin hin und wollten da wie eine Jugendbande, ein bisschen Ärger machen. Ich glaube, es war so ähnlich wie eine Mutprobe, bis die Löwin dann einmal einen kurzen Anlauf genommen hat und dann waren sie auch wieder weg. Ich glaube, die Warzenschweine schmecken wahrscheinlich nicht so gut, sonst könnten sie sich sowas nicht leisten. “
Haben Sie andere besondere Tierbegegnungen gehabt?
Raphael Röckenwagner: „Da war ein prächtiger Springbock, der hat sich dann extra mit den Vorderfüßen auf so einen Ameisenhügel draufgestellt, damit man ihn schön fotografieren konnte. Ein echter Poser, nur dass er kein Trinkgeld verlangt hat.“
Wenn Sie die Landwirtschaft in Kenia und Deutschland vergleichen, was können Sie dazu sagen?
Raphael Röckenwagner: „Aus meiner Sicht hat es richtig Spaß gemacht, die Landwirtschaft in Kenia kennenzulernen, weil sie so riesige Hebel haben. Wenn wir in Deutschland was verändern, können wir vielleicht eine Verbesserung von einem Zehntel erreichen, bei den kenianischen Landwirten Martin oder Anna, haben sie den Ertrag, glaube ich, in einem Jahr mit Düngung und Bodenbearbeitung verdrei- oder vervierfacht. Also, bei Martin und Anna, die einen kleinen Hof haben, haben wir auch gesehen, dass sie schon alles so schön beieinander haben und so junge, aufgeschlossene, fleißige Menschen sind. Sie mussten alles mit der Hand machen, also mit einfachen Geräten. Wenn ich das alles mit der Hand machen müsste, dann würde ich natürlich nie auf eine Produktionsmasse kommen. Da glaube ich, dass man mit Maschinenring und Fortbildungen eben mit wenig Aufwand, da viel erreichen kann.”
Ingrid Siglreitmaier: "Das ist einfach so herzlich, so unvoreingenommen, so wie es wir vielleicht ein bisschen verloren haben. Also ich bin die Woche, nachdem wir wieder zu Hause waren, 3 oder 4 Tage in der Früh aufgewacht und habe nicht gewusst, wo ich bin. Ich habe immer noch gedacht, wir sind noch in Kenia. Ich meine, man wird schon sehr gefangen, nicht wie nach einem Urlaub. Es war noch mal mehr, habe ich so auch noch nie erlebt, dass ich so berührt war - insgesamt von der Reise. Wir waren auf einer Kaffeefarm, dort hat ein Mädel Ball gespielt. Der Ball war aus zusammengebundenen Pflanzenfasern, ganz einfach eben. Die Kinder haben keine richtigen Fußbälle. Ich habe vor kurzem einen Bericht von Franz Beckenbauer gelesen, wie er nach dem Krieg aufgewachsen ist, sie hatten auch keinen Ball, sie haben sich aus Stoffresten selber einen Ball zusammengebaut, wie heute in Kenia.“
Warum war die Reise mit der Maschinenring Foundation was Besonderes?
Raphael Röckenwagner: "Weil man das Land nicht wie ein Tourist erlebt, sondern als etwas ganz Besonderes, weil man es wirklich kennenlernen kann – weg vom Tourismus. Und die Mischung mit der Masai Mara, die Landwirtschaft und der wunderschöne Einblick in Land und Leute, gibt einem einfach das Gefühl, sie richtig kennenzulernen und in die Kultur reinschnuppern zu können.”