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5. Februar 202405.02.24
Paludikulturen
Maschinenringe Deutschland GmbH

Aktuell spielen sie keine Rolle, schon bald könnten sie jedoch auf mehreren hunderttausend Hektar angebaut werden: Paludikulturen. Was das ist und was sich ändern muss, damit sie wirtschaftlich werden, erfährst du in diesem Artikel.

Nicht mehr ganz 1,3 Millionen Hektar hierzulande sind von Moorböden bedeckt. 95 Prozent dieser Fläche sind von Menschen entwässert und kultiviert. Was damals niemand wusste: Trockengelegte Moore setzen riesige Mengen klimawirksamer Gase wie CO2 und Methan frei. Die Menge ist so groß, dass ungefähr sieben Prozent der deutschen Gesamtemissionen aus entwässerten Moorböden stammen. Dieser Prozess lässt sich stoppen. Dafür muss lediglich der Wasserstand wieder steigen, die Entwässerungsgräben müssten stillgelegt werden. Für tausende Landwirte deutschlandweit hätte das jedoch spürbare Folgen. Auf den wiedervernässten Flächen ist klassischer Ackerbau mit Kartoffeln, Getreide oder Mais nicht mehr möglich. Sogenannte Paludikulturen wären Alternative.

Heute noch nicht mal Nische

Unter diesen Kulturen versteht man die land- beziehungsweise forstwirtschaftliche Produktion auf wiedervernässten organischen Böden bei Erhalt des Torfkörpers. Denn wenn der mit Sauerstoff in Kontakt kommt, beginnt er sich zu zersetzen und jahrtausendelang gespeicherte klimawirksame Gase freizugeben. Beim Moorschutz geht es vorrangig um Klimaschutz. Die entwässerten Moore sollen nicht großflächig in ihren Urzustand zurückversetzt werden, was nahezu nirgends möglich wäre. Die Flächen sollen weiterbewirtschaftet werden. Dennoch regt sich bei den meisten Landwirten dagegen Widerstand.

Heute noch nicht mal Nische

Unter diesen Kulturen versteht man die land- beziehungsweise forstwirtschaftliche Produktion auf wiedervernässten organischen Böden bei Erhalt des Torfkörpers. Denn wenn der mit Sauerstoff in Kontakt kommt, beginnt er sich zu zersetzen und jahrtausendelang gespeicherte klimawirksame Gase freizugeben. Beim Moorschutz geht es vorrangig um Klimaschutz. Die entwässerten Moore sollen nicht großflächig in ihren Urzustand zurückversetzt werden, was nahezu nirgends möglich wäre. Die Flächen sollen weiterbewirtschaftet werden. Dennoch regt sich bei den meisten Landwirten dagegen Widerstand.

Der Grund dafür ist die fehlende wirtschaftliche Perspektive. Paludikulturen sind heute noch nicht mal eine Nische. Es gibt im Grunde keine Abnehmer für die Ernteerzeugnisse aus Rohrkolben, Schilfgras oder Schwarzerle. Das führt zu verschwindend geringen Erlösen, die aktuell noch weit von den Deckungsbeiträgen der bisherigen Ackerfrüchte entfernt sind. Derzeit mit Paludi bewirtschaftete Flächen sind oft Teil von Forschungs- und Pilotprojekten.

Finanzielle Förderungen und ein neuer Markt

Bereits jetzt können Landwirte auf verschiedene Förderungen zurückgreifen, die regional oft unterschiedlich aufgestellt sind. Identisch sind die Förderungen oft dahingehend, dass lediglich der Besitz der Fläche, nicht aber der ackerbauliche Mehraufwand und der geringere Erlös vergütet wird. Die aktuelle Förderkulisse zielt so eher auf diejenigen ab, die Flächen besitzen, aber nicht selbst bewirtschaften sondern verpachten. Landwirte, egal ob im Haupt- oder Nebenerwerb, fühlen sich von diesen Programmen nur selten angesprochen.

Viele Experten erwarten jedoch, dass in den kommenden Jahren Paludikulturen eine hohe Nachfrage erhalten könnten. Denn es gibt bereits Alltagsprodukte wie Becher, Schüsseln, Papier aber auch Baustoffe und selbst Medizinprodukte, die aus verschiedenen Teilen der Moorkulturen hergestellt werden können. Aktuell sind Produkte auf Erdölbasis noch günstiger. Wenn dort die Preise und das Umweltbewusstsein großer Unternehmen steigen, könnte das einen neuen, lukrativen Markt öffnen.

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