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Magazin Ausgabe 01/2026
01/2026
18. Februar 202618.02.26

So funktioniert der Torso-Test

Bundesverband der Maschinenringe e.V
weniger als eine Minute Lesezeit

Der Torso-Test zeigt Landwirten, wie Winterkulturen große Temperatursprünge überstanden haben.

Der Januar hat in diesem Jahr teile Deutschlands in einen Eisschrank verwandelt. Wenn dann binnen weniger Tage die Temperaturen von frostigen -10 Grad Celsius auf fast frühlinngshafte +10 Grad steigen, bedeutet das Stress für Winterkulturen wie Raps, Weizen, Gerste, Roggen oder aus das Grünland.

Extreme Temperaturschwankungen beeinflussen die Nährstoffdynamik in Boden und Pflanze. Wenn der Frost schwindet und die Temperaturen steigen, können Nährstoffe nicht mehr richtig transportiert werden. Sie bleiben an falschen Stellen oder blockieren den Stoffwechsel.

So funktioniert der Test

Zur Stichprobenauswahl wählt man zehn bis 20Pflanzen repräsentativ aus dem betreffenden Feld – idealerweise aus verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Mikroklimata oder Bodenarten.

Für den Schnitt am Pflanzenstamm trennt man vorsichtig den unteren Teil der Pflanzen ab, um den zentralen Sprossbereich, den Torso, freizulegen. Dabei sollte man nicht zu viel Gewebe abschneiden. Denn es geht darum, den Zustand des inneren Wachstumsknotens zu beurteilen.

Bei der Beurteilung des Sprossbereichs sollte sich überwiegend grün und saftig zeigen. Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Zellen noch vital sind und die Pflanze in der Lage ist, wieder auszutreiben. Ist der Sprossbereich dunkel verfärbt oder trocken und rissig, deutet das auf irreparable Frostschäden hin. Die Pflanze hat wahrscheinlich nicht überlebt.

Für die Dokumentation ist die Anzahl der gesunden versus beschädigten Pflanzen zu zählen, um einen prozentualen Überblick über den Überlebensstatus des Bestandes zu erhalten.

Erreicht die Überlebensquote einen kritischen Wert, beispielsweise unter 70 Prozent vitaler Pflanzen, sollten eventuell Ausgleichsmaßnahmen wie gezielte Düngung, Nachsaat oder Pflanzenschutzmaßnahmen in Erwägung gezogen werden. Bei einer überwiegend gesunden Population genügt es oft, den Pflanzen Zeit zur Regeneration zu geben.

Mehr Anbaustrategie im aktuellen Magazin

Weitere Tipps und Strategien zur Nährstoffversorgung in Frühjahr gibt es in der gedruckten Ausgabe 01/2026 des Maschinenring Magazins.

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