Die aktuellen Unfallzahlen der SVLFG zeigen einen rückläufigen Trend, machen aber deutlich: Besonders in der Tierhaltung bleibt das Unfallrisiko hoch.
Die meisten Unfälle in der Landwirtschaft ereignen sich nach wie vor im Umgang mit Tieren. Wie aus den aktuellen Zahlen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hervorgeht, entfielen im Jahr 2025 gut 12.000 Unfälle auf die Tierhaltung, darunter 13 mit tödlichem Ausgang. Ebenfalls ein Unfallschwerpunkt in der Landwirtschaft waren Instandsetzungsarbeiten mit rund 7.460 Fällen. Davon endeten ebenfalls 13 tödlich.
Sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Grünen Branche insgesamt ist das Unfallgeschehen weiterhin rückläufig. Auch bei den tödlichen Unfällen vermeldet die SVLFG einen leichten Rückgang. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der SVLFG kam es im vergangenen Jahr zu 55.648 meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfällen. Das waren 3,7% weniger als im Jahr davor. 93 Unfälle endeten tödlich, sechs weniger als 2024. Mit einem Minus von 4,6% sind die Unfallzahlen in der Landwirtschaft noch deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig entfiel im vergangenen Jahr mit 30.305 jedoch mehr als die Hälfte der von der SVLFG registrierten Unfälle auf diesen Bereich. Auch bei den tödlichen Unfällen nahm die Landwirtschaft mit 58 eine Spitzenposition ein.
Von der Gesamtzahl der 93 tödlichen Unfällen entfielen allein 29 auf über 70-jährige Personen. Die meisten Unfälle ereignen sich seit Jahren in der Gruppe der 19- bis 25-Jährigen, gefolgt von der Altersgruppe 56 bis 60 Jahre. Die Hauptunfallzeit liegt entsprechend der Arbeitszeitspitzen regelmäßig im Monat Juli, der im vergangenen Jahr 9,3% des Unfallgeschehens ausmachte. Der unfallärmste Monat ist der Dezember mit 6,6%.
Mit knapp 17.700 blieb 2025 die Zahl der Unfälle im Gartenbau nahezu unverändert. Davon endeten 10 tödlich.
Häufige Unfallursachen im Gartenbau sind Stürze auf unbefestigten Wegen sowie der Umgang mit Heckenscheren, Motorsägen und Handwerkzeugen.
Mit einem Minus von 14,1% im Vergleich zu 2024 auf rund 4.450 verzeichnete die Forstwirtschaft den größten Rückgang im Unfallgeschehen. Auch die Zahl der tödlichen Unfälle verringerte sich spürbar auf 24. Unfallschwerpunkte im Wald bleiben die Holzernte mit Tätigkeiten wie Fällungen, Holzaufarbeitung, Rücken und Heranbringen sowie Verladen und Transportieren. Häufigste Unfallursache im Forst sind herabfallende Baumteile. Bei der Jagd hat die SVLFG im letzten Jahr 460 Unfälle registriert. Tödliche Unfälle gab es hier nicht.
Bei den Berufskrankheiten hat die SVLFG im Vorjahr 2.830 Verdachtsfälle als Berufskrankheit anerkannt. Davon entfielen die meisten auf Hautkrebs durch natürliche UV-Strahlung. Das Parkinson-Syndrom durch chemische
Pflanzenschutzmittel wurde im Jahr 2025 in 413 Fällen als „Wie-Berufskrankheit“ anerkannt. Das bedeutet, diese Fälle erfüllten noch nicht alle Kriterien der offiziellen Liste der Berufskrankheiten.
Quelle: AgE/ Rainer Münch
Die SVLFG hat die Unfallzahlen für das 2025 vorgelegt. Die Zahlen sind insgesamt rückläufig, auch bei den Unfällen mit tödlichem Ausgang. In der Landwirtschaft ereigneten sich 58 Unfälle mit tödlichem Ausgang, im Forst 24.


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