Mehr als 30 Verbände aus Land- und Forstwirtschaft sowie dem ländlichen Raum haben sich in einem offenen Brief an Friedrich Merz gewandt. Darin fordern Verbandschefs die Bundesregierung auf, den angekündigten Reformkurs mit konkreten Maßnahmen zu untermauern und die Wettbewerbsfähigkeit land- und forstwirtschaftlicher Betriebe nachhaltig zu stärken. Für den Bundesverband der Maschinenringe hat Präsident Nils Thun das Schreiben unterzeichnet.


Nils Thun, Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, ist einer von mehr als 30 Verbandschefs, die sich an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt haben. Foto: Alexander Waas
Die Verbände begrüßen die bereits beschlossene Entlastung bei den Energiesteuern, sehen jedoch weiteren Handlungsbedarf. Hohe Energie-, Lohn- und Betriebsmittelkosten, zunehmende Regulierung und fehlende Planungssicherheit würden die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe gefährden. Gefordert werden deshalb ein Belastungsmoratorium, Bürokratieabbau, praxisgerechte Regelungen sowie eine konsequente Prüfung neuer Vorgaben auf ihre Auswirkungen für Kosten und Wettbewerbsfähigkeit.
Zugleich betonen die Unterzeichner die zentrale Bedeutung von Land- und Forstwirtschaft für Versorgungssicherheit, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung. Um notwendige Reformen schneller umzusetzen, schlagen sie einen Bund-Länder-Gipfel zur Zukunftssicherung der heimischen Land- und Forstwirtschaft sowie der ländlichen Räume vor. Die Verbände signalisieren dabei ihre Bereitschaft, den Prozess mit konkreten Lösungsvorschlägen aktiv zu begleiten.