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23. September 202623.09.26

Zeitkapsel für die Zukunft der Landwirtschaft

Maschinenringe Deutschland GmbH
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Mit dem Einbetonieren einer Zeitkapsel haben die Maschinenringe Deutschland einen besonderen Meilenstein beim Bau ihres neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes am Unternehmenssitz in Neuburg an der Donau gefeiert. Die Kapsel wurde im Rohbau dauerhaft in einer tragenden Wand verankert. Sie enthält Dokumente, Erinnerungsstücke und Botschaften aus dem Jahr 2026. Vor allem aber steht sie für den Blick der Maschinenringe in die Zukunft und für die Werte, die die Organisation seit ihrer Gründung prägen.

Sie setzten die Zeitkapsel in eine tragende Mauer des Neubaus (von links): Nils Thun, Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, Norbert Binger, Geschäftsführer der Maschinenringe Deutschland GmbH, und Erwin Ballis, Bingers Vorgänger als Geschäftsführer. Foto: Lehmann

Wo heute noch Kräne, Schalungen und Beton das Bild bestimmen, entsteht eines der markantesten Bauprojekte der Region. Der Neubau erweitert die bestehende Unternehmenszentrale der Maschinenringe um rund 6.000 Quadratmeter. Geplant sind moderne Arbeitswelten, Veranstaltungsräume für bis zu 200 Personen, ein Co-Working-Bereich sowie vielfältige Möglichkeiten für Tagungen, Fortbildungen und Begegnungen. Das Gebäude wird über einen Tunnel mit dem bestehenden Hauptsitz verbunden und soll im Jahr 2027 bezugsfertig sein.

Bei einer Feierstunde im Kreise von Aufsichtsrat und Mitarbeitern blickten Vertreter der Maschinenringe nicht nur auf den Baufortschritt, sondern auch auf die Geschichte und Zukunft der Organisation. Nils Thun, Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, bezeichnete die Zeitkapsel als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. „Diese Zeitkapsel lädt uns ein, zurückzublicken. Auf das, was war. Sie lenkt unseren Blick aber gleichzeitig nach vorne. Auf das, was kommen wird“, sagte er.

Vertrauen als Fundament

Für Thun steht der Neubau stellvertretend für die Entwicklung der gesamten Maschinenring-Organisation. Aus einer Idee gegenseitiger Hilfe habe sich innerhalb von fast sieben Jahrzehnten eine starke Gemeinschaft entwickelt, die heute Hunderttausende landwirtschaftliche Betriebe miteinander verbinde. Das Fundament dafür seien Vertrauen, Solidarität und Zusammenarbeit. Diese Werte hätten die Maschinenringe stark gemacht und seien auch in Zeiten großer Umbrüche von entscheidender Bedeutung.

„Wir stehen hier auf einer Baustelle. Doch in Wirklichkeit sehen wir hier viel mehr als Beton, Stahl, Holz und Erde. Wir sehen die Zukunft eines Hauses, das Menschen zusammenbringen wird“, betonte Thun. Gerade angesichts von Digitalisierung, Klimawandel, wirtschaftlichem Druck und steigenden gesellschaftlichen Anforderungen brauche die Landwirtschaft Orte für Austausch, Innovation und gemeinsames Lernen. Mit dem Neubau entstehe genau dieser Raum.

Ausdruck von Zuversicht

Auch Norbert Binger, Geschäftsführer der Maschinenringe Deutschland GmbH, stellte die symbolische Bedeutung der Zeitkapsel in den Mittelpunkt. Er erinnerte daran, dass neue Gebäude immer Ausdruck von Zuversicht und Zukunftsglauben seien. „Ein neues Haus zu errichten, heißt immer, in die Zukunft zu investieren. Es bedeutet, an wirtschaftliche Entwicklung zu glauben, an Zusammenarbeit und an die Chancen, die vor uns liegen“, sagte Binger.

Die Zeitkapsel enthält neben Bauplänen und dem Unternehmensleitbild auch aktuelle Ausgaben der regionalen Tageszeitungen, Euro-Münzen und Euro-Scheine sowie einen persönlichen Brief an die Zukunft. Verfasst wurde dieser von Erwin Ballis, dem langjährigen Geschäftsführer der Maschinenringe. Seine Gedanken zur Geschichte der Organisation und zur Bedeutung des Neubaus sollen künftigen Generationen einen Einblick in die Gegenwart geben.

Nobert Binger legte die Zeitkapsel in die Aussparung der Betonmauer.

Fortschritt und Herkunft

„Diese Kapsel enthält mehr als Informationen. Sie enthält unsere Überzeugungen“, sagte Binger. Zu diesen Überzeugungen gehöre der Glaube daran, dass Fortschritt und Herkunft kein Widerspruch seien. Die Maschinenringe seien überzeugt, dass nachhaltiges Handeln und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören und dass Verantwortung für Mensch, Natur und Gesellschaft die Grundlage für langfristigen Erfolg bilde.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Architektur des Gebäudes. Der Entwurf nimmt den natürlichen Hang auf und lässt den Baukörper scheinbar aus der Landschaft wachsen. Für die Verantwortlichen spiegelt die Gestaltung Werte wie Offenheit, Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und Innovationskraft wider.

Ort der Begegnung

Künftig soll das Gebäude weit mehr sein als ein Verwaltungsstandort. Es soll ein Ort der Begegnung werden, an dem Menschen Wissen teilen, Ideen entwickeln und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Landwirtschaft erarbeiten. „Dieses Gebäude soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, ihr Wissen teilen und an dem gemeinsame Lösungen entstehen“, sagte Binger.

Mit dem Einbetonieren der Zeitkapsel wurde deshalb nicht nur ein symbolischer Gegenstand in einer Wand des Neubaus verankert. Die Maschinenringe verbanden diesen Moment mit einer klaren Botschaft: Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenarbeit sollen auch künftig die Grundlage ihres Handelns bleiben. Oder, wie es Präsident Thun formulierte: „Wir versenken heute nicht nur eine Kapsel in einer tragenden Wand dieses Hauses. Wir legen das Vertrauen in unsere Zukunft in dieses Gebäude.“

Wenn die Zeitkapsel eines Tages geöffnet wird, werden die Menschen darin nicht nur Dokumente und Erinnerungsstücke aus dem Jahr 2026 finden. Sie werden auch entdecken, mit welchem Optimismus, welcher Zuversicht und welchem Vertrauen die Maschinenringe ihrer Zukunft entgegengeblickt haben.

Ein Blick über den Rohbau

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