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4. September 202604.09.26

Erneuerbare Energien: Förderung auf Rekordkurs

Maschinenringe Deutschland GmbH
weniger als eine Minute Lesezeit

Die Energiewende auf dem Land nimmt weiter Fahrt auf: Die landwirtschaftliche Rentenbank hat bis Mitte des Jahres Förderdarlehen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro für Windenergie- und Photovoltaikprojekte zugesagt. Damit wurde bereits zur Jahresmitte mehr als doppelt so viel Fördervolumen refinanziert wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für Landwirte, Flächeneigentümer, Energiegenossenschaften und Projektentwickler ist das ein starkes Signal: Investitionen in erneuerbare Energien bleiben ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums.

Erneuerbare Energien bleiben Wachstumstreiber

Der größte Teil der zugesagten Fördermittel entfällt auf Windenergieprojekte. Regional liegt Niedersachsen mit 371 Millionen Euro an der Spitze, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 309 Millionen Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 198 Millionen Euro. Während die Windkraft deutlich zulegen konnte, blieb die Finanzierung von Photovoltaikprojekten zuletzt hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Trotzdem zeigt sich: Die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft bleibt hoch. Laut Rentenbank-Agrarbarometer planen landwirtschaftliche Betriebe in den kommenden zwölf Monaten sogar höhere Investitionen in erneuerbare Energien als noch Ende 2025. Die durchschnittlich geplante Investitionssumme stieg von rund 243.000 Euro auf über 283.000 Euro.

Was bedeutet das für den ländlichen Raum?

Erneuerbare Energien sind längst mehr als ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie schaffen zusätzliche Einkommensquellen für landwirtschaftliche Betriebe, stärken die regionale Wertschöpfung und erhöhen die Versorgungssicherheit.

Gerade für landwirtschaftliche Betriebe eröffnen sich dadurch interessante Perspektiven:

  • Zusätzliche Einnahmen durch Verpachtung von Flächen
  • Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom
  • Stabilere Energiekosten
  • Beteiligungsmöglichkeiten an Bürgerenergie- oder Windparkprojekten
  • Langfristige Sicherung der Wirtschaftlichkeit von Betrieben
Beeindruckende Wirkung auf Klima und Stromversorgung

Die von der Rentenbank geförderten Projekte werden nach Berechnungen des institutseigenen „ECO2-Trackers“ künftig jährlich mehr als 1.500 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch der Stromversorgung von fast 450.000 Haushalten. Gleichzeitig können über 1,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr eingespart werden.

Diese Zahlen verdeutlichen, welchen Beitrag der ländliche Raum bereits heute zur deutschen Energieversorgung leistet.

Die nächsten Herausforderungen: Netze und Speicher

So positiv die Entwicklung auch ist, der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien bringt neue Aufgaben mit sich. Experten und die Rentenbank sehen insbesondere beim Ausbau der Stromnetze sowie bei Speicherlösungen Handlungsbedarf. Nur wenn erzeugter Strom effizient gespeichert und transportiert werden kann, lässt sich das volle Potenzial von Wind- und Solaranlagen ausschöpfen.

Für viele Betriebe könnten daher künftig auch Batteriespeicher, intelligente Energiemanagementsysteme oder regionale Energiekonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Fördermöglichkeiten weiterhin attraktiv

Die Rentenbank unterstützt Investitionen in die Erzeugung, Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien im ländlichen Raum. Förderfähig sind unter anderem Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, Bioenergieprojekte sowie Speicher- und Infrastrukturmaßnahmen. Die Finanzierung erfolgt über zinsgünstige Förderkredite, die in der Regel über die Hausbank beantragt werden können.

Auch abseits von Wind- und Solarprojekten bietet die Landwirtschaftliche Rentenbank attraktive Fördermöglichkeiten für Betriebe im ländlichen Raum. Mit dem Förderkredit „Leben auf dem Land“ werden unter anderem Investitionen in die Modernisierung, Erhaltung oder Erweiterung landwirtschaftlicher und ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude unterstützt. Förderfähig sind zudem Wohnbauprojekte zur Eigennutzung, die Weiterentwicklung von Hofläden und regionalen Versorgungsangeboten sowie Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen außerhalb der klassischen Landwirtschaft. Damit eröffnet das Programm vielfältige Chancen, Betriebe zukunftssicher aufzustellen und die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken.

Weitere Informationen hierzu findest du direkt auf der Seite der Rentenbank!

Fazit

Die aktuellen Zahlen der Rentenbank zeigen deutlich: Die Energiewende wird maßgeblich im ländlichen Raum gestaltet. Mit einem Fördervolumen von 1,25 Milliarden Euro und einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr wächst die Bedeutung von Wind- und Solarprojekten weiter. Für Landwirte, Flächeneigentümer und Kommunen ergeben sich dadurch attraktive Chancen, aktiv an der Energieversorgung von morgen mitzuwirken und gleichzeitig zusätzliche Wertschöpfung in den Regionen zu schaffen.

Mehr Informationen zu PV-Anlagen & Batteriespeichern
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