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5. Juni 202405.06.24
Nils Thun ist neuer Präsident
Maschinenringe Deutschland GmbH

Der Bundesverband der Maschinenringe hat einen neuen Präsidenten. Nils Thun, 34, Landwirt und Maschinenring-Vorsitzender aus Holstein führt die Organisation in die Zukunft.

Der 34-jährige Nils Thun ist der neue Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe. Foto: Franzi Maerkl/BMR

Der Bundesverband der Maschinenringe hat einen neuen Präsidenten. Nils Thun, der 34-jährige Vorsitzende des Maschinenrings Mittelholstein in Schleswig-Holstein folgt dem langjährigen Präsidenten Leonhard Ost im Amt. Der 70-Jährige stand dem Bundesverband in den vergangenen 15 Jahren vor und schlug seinen 34-jährigen Nachfolger am 4. Juni bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Maschinenringe selbst vor. Der junge Landwirt führt den Ackerbaubetrieb mit Mastschweinehaltung seiner Familie in Tappendorf, Holstein. Seit vergangenem Jahr ist er bereits Aufsichtsrat des Bundesverbandes. „Diese Tätigkeit hat mich motiviert, noch intensiver mitzuarbeiten“, sagt der 34-Jährige. Bei der Wahl entfielen 100 Prozent der Stimmen aller Landesvorsitzenden einstimmig auf ihn.

Dankbarkeit und großer Respekt

Leonhard Ost übergibt den Staffelstab an Nils Thun. Foto: Franzi Märkl/BMR

„Ich trete mein Amt mit dem Versprechen an, mich für das Wohl unserer Gemeinschaft und die Nachhaltigkeit unserer Praktiken einzusetzen. Wir werden enkelfähig sein“, erklärte Thun vor den rund 500 Gästen des Tages der Maschinenringe in Neuburg an der Donau. Er nehme den Staffelstab aus den Händen von Leonhard Ost mit Dankbarkeit und großem Respekt. Ost habe den Boden mit Hingabe und Weitsicht bereitet, sodass die Maschinenringe heute auf einem festen Fundament stünden. Thun sei sich der Verantwortung bewusst, die dieser Stab mit sich bringe und entschlossen mit Organisation und Landwirten gemeinsam in die Zukunft zu gehen.

Maschinenringe spielen bedeutende Rolle

Als Moment des Stolzes, der Wehmut und des tiefen Vertrauens bezeichnete der langjährige Präsident Leonhard Ost den Moment der Amtsübergabe. Die Herausforderungen zu Beginn seiner Amtszeit vor 15 Jahren schienen gewaltig. „Gemeinsam haben wir viel erreicht – nicht nur für unsere Organisation, sondern insbesondere auch für ein besseres Leben der Landwirte“, erklärte Ost, der bis 4. Juni auch dem Kuratorium Bayerischer Maschinenringe als Vorsitzender vorstand. Landwirtschaft sei eine Aufgabe von unschätzbarem Wert. „Die Maschinenringe spielen dabei eine bedeutende Rolle. Er sei davon überzeugt, dass sein Nachfolger mit seinem Blick in die Zukunft ideale Voraussetzungen mitbringe, um die Gemeinschaft der Maschinenringe in die Zukunft zu führen.

Buch über Osts Lebenswerk

Erwin Ballis, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Maschinenringe, hatte Ost in seiner Verabschiedung Offenheit für neue Ideen und ein Gespür für gute Geschäfte im Sinne der Maschinenring-Landwirte bestätigt. „Spuren hinterlässt man, wenn man Neues wagt und neue Wege geht“, sagte der Geschäftsführer. Ohne die Rückendeckung Leonhard Osts wäre der Bundesverband beim Thema Digitalisierung nicht da, wo er heute steht. „Mit mehr Arbeit mehr zu verdienen ist nicht die Kunst, aber mit weniger Arbeit mehr zu verdienen ist eine Kunst“, sagte Erwin Ballis.

Der Geschäftsführer überraschte den scheidenden Präsidenten mit einem besonderen Abschiedsgeschenk seines Verbandes: Ein eigens für Ost gedrucktes Buch beschreibt seine Entwicklung als Landwirt, Unternehmer und Vordenker, die über lange Jahre untrennbar mit den Maschinenringen verbunden ist.

Aus den Händen von Nils Thun erhielt Leonhard Ost für seine langjährige, erfolgreiche Arbeit die Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes der Maschinenringe überreicht.

Aus den Händen von Nils Thun erhielt Leonhard Ost für seine langjährige, erfolgreiche Arbeit die Ehrennadel in Gold des Bundesverbandes der Maschinenringe überreicht. Foto: Franzi Märkl / BMR

Zur Person Nils Thun

Nils Thun ist Landwirt und bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit Mastschweinehaltung im schleswig-holsteinischen Tappendorf. Die Landwirtschaft befindet sich seit 1540 im Familienbesitz und wird in der 14. Generation bewirtschaftet. Die Leitung des Betriebes hat der heute 34-Jährige im Jahr 2018 mit 28 Jahren übernommen. Nils Thun hat eine landwirtschaftliche Berufsausbildung absolviert und an der Fachhochschule Osnabrück Landwirtschaft studiert. Er sammelte landwirtschaftliche Auslandserfahrung in Kanada und absolvierte das Trainee-Programm der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft. Nils Thun ist verheiratet und engagierte sich bis 2022 ehrenamtlich in der Vorstandschaft der Jungen ISN, als Gemeinderat und im Delegiertenausschuss des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes.

Im Ackerbau setzt Thun auf regenerative Landwirtschaft, versucht den Boden „sich selbst zu überlassen“ und bezeichnet sich als experimentierfreudig. Neben dem Pflanzenbau ist der Betrieb auf Schweinehaltung spezialisiert. Den Tieren widmet Nils Thun täglich viel Aufmerksamkeit.

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