Landwirte bekommen ab sofort Zugang zum dringend benötigten Wirkstoff Luximo. Darüber informiert die von BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH. In einer Pressemitteilung gehen die Experten beim Einsatz des Wirkstoffes gegen Ackerfuchsschwanz von einem Wirkungsgrad von durchschnittlich mehr als 90 aus.


Im Einsatz gegen Ackertfuchsschwanz soll Luximo einen Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent erreichen.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für das Herbizid Luxinum von BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH eine Notfallzulassung für 400.000 Hektar Winterweichweizen erteilt. Vom 1. September bis 29. Dezember 2026 darf das Produkt zur Acker-Fuchsschwanzkontrolle in Winterweichweizen vermarktet und angewendet werden. Luxinum ist laut Dirk Hartmann Länderleiter bei BASF insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Resistenzen ein dringend benötigter Baustein zur Kontrolle dieses Ungrases. Das Herbizid enthalte den Wirkstoff Luximo, der durch seinen neuen Wirkmechanismus auch gegen resistenten Biotypen voll wirksam sei.
Acker-Fuchsschwanz sei für den Getreideanbau in Deutschland eine sehr ernste Bedrohung, die hohe Ertragsverluste von 30-50 Prozent verursache und in Extremfällen sogar zu einem kompletten Ertragsausfall auf betroffenenen Flächen führen könne. Für das zunehmende Problem mit dem Ungras gebe es mehrere Gründe. Zum einen besitze der Acker-Fuchsschwanz ein sehr hohes Vermehrungspotential. Eine einzelne Ähre könne bis zu 150 Samen bilden, die im Boden fünf bis sieben Jahre keimfähig bleiben könnten. Dadurch verstärke eine unzureichende Bekämpfung das Acker-Fuchsschwanzproblem. Zum anderen nähmen Resistenzen gegenüber Herbizidwirkstoffen aufgrund eingeschränkter Wirkstoffverfügbarkeit und dadurch wiederholten Einsatz gleicher Wirkstoffgruppen, sowie durch enge Fruchtfolgen mit hohem Wintergetreideanteil und frühe Saattermine zu. Um ein weiteres Voranschreiten der Resistenzen zu vermeiden, sei die Verfügbarkeit von Luxinum so wichtig, denn durch den neuen Wirkmechanismus bei Herbiziden sei nicht nur die Kontrolle resistenter Biotypen möglich, sondern der neue Wirkstoff erweitert auch die zur Verfügung stehende Wirkstoffpalette und ist damit ein wichtiges Element im Resistenzmanagement, teilt BASF mit.
Luxinum verfüge über eine Langzeitwirkung auf Acker-Fuchsschwanz und könn im Vorauflauf und im frühen Nachauflauf in Winterweichweizen eingesetzt werden. Es erreiche sehr hohe Wirkungsgrade von durchschnittlich über 90 Prozent und benötigt nur eine geringe Bodenfeuchte zur Aktivierung. „Aber ein Pflanzenschutzmittel kann und sollte das Problem nicht alleine lösen“, betont Michael Hölter, Leiter der Fachberatung BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH. Wichtig sei eine ganzheitliche Herangehensweise. Auch ackerbauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einbau von Sommerungen in der Fruchtfolge oder eine spätere Aussaat des Winterweizens sollten genutzt werden, um den Ungrasdruck zu reduzieren.