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Der Betriebshilfe Award

Zum ersten Mal verliehen: Betriebshilfe Award

Der Maschinenring ist eine Gemeinschaft von Landwirten für Landwirte. Solidarität und das Einstehen füreinander, wenn es mal nicht so läuft, ist ein weiterer Pfeiler der Gemeinschaft. Betriebshelfer springen ein, wann immer ein Landwirt beispielsweise durch Krankheit oder Unfall ausfällt. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Tages der Maschinenringe der Betriebshilfe Award vergeben.

Die Betriebshelferinnen und Betriebshelfer leisten jeden Tag bei unzähligen Landwirten großartige Arbeit, die leider oft nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Genau das soll der Award ändern. Viele hochtechnisierte landwirtschaftliche Betriebe arbeiten heute mit extrem wenig Personal. Wenn dann ein Landwirt ausfällt ist das eine Katastrophe. Die Familien müssen in einer solchen Situation mit Krankheiten oder Verletzungen um gehen und gleichzeitig muss es auf dem Hof und im Stall weiter gehen. Ernten müssen eingebracht werden, Tiere versorgt, weil sonst der Familie auch noch das Einkommen fehlt.

„Gerade in der Tierhaltung muss es schnell gehen. Hier reden wir nicht von Tagen, sondern von Stunden, in denen die Betriebshilfe einfach funktionieren muss“, so der Präsident des Bundesverbands der Maschinenringe Leonhard Ost. Wer als Betriebshelfer / -in einer solchen Situation in einen Betrieb geht muss in allererster Linie ein richtig guter Landwirt sein. Er muss mit unterschiedlichsten Techniken und Betriebsausstattungen klarkommen, ohne lange Einarbeitung, sondern jetzt – sofort. Denn im Stall stehen Kühe, die gemolken werden müssen. Aber auch menschlich ist jeder Einsatz eine Herausforderung. Gerade hinter den Notfalleinsätzen der Betriebshelfer stecken oft dramatische Geschichten und Schicksale. Genau diese Geschichten soll der Betriebshilfe Award erzählen, um den Menschen, die hier täglich helfen den Fortbestand vieler bäuerlicher Betriebe zu sichern, die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen und auch zu zeigen, dass hinter der unscheinbaren Bezeichnung Betriebshilfe großartige Menschen, gut ausgebildet und voller Empathie stehen. Die Betriebshilfe ist in dieser Form einzigartig. Vergleichbares gibt es in keiner anderen Branche.

Nicht immer geht es in der Betriebshilfe um Notfälle. Viele Einsätze sind auch geplant. „Diese sind aber genauso wichtig, denn sie ermöglichen vielen Landwirten etwas, was deren Vorgänger auf den Höfen nicht kannten – Urlaub“, so Ost. Damit leisten die Betriebshelfer unschätzbares für die Familien in der Landwirtschaft. 50 Bewerbungen von Betriebshelfern sind in den letzten Monaten eingegangen. Betriebs- und Dorfhelfer haben sich beworben. Zahlreiche Maschinenringe haben Betriebshelfer vorgeschlagen. Und – was besonders erfreulich ist – Landwirte haben Helfer, die bei Ihnen im Einsatz waren, vorgeschlagen.

Die Gewinner

Klara Daum

Evi Schade, Geschäftsführerin des Maschinenrings Aichach hat Klara Daum vorgeschlagen. Sie ist Dorfhelferin mit Herz und Seele. „Klara übernimmt Jeden Einsatz und kann mit allen Menschen, ob jung, ob alt gleichermaßen gut umgehen“, erzählt Evi Schade begeistert. Und weiter: „Klara ist ein absoluter Haushalts-Profi. Sie gibt immer alles. Für den Beruf der Dorfhelferin ist keiner besser geeignet als Klara. Viele der Familien kennt Klara bereits in der 3. Generation. Ein Nein gibt es für Klara nicht.“ Das überzeugte auch Das Präsidium des Bundesverbands der Maschinenringe, dass die schwierige Aufgabe hatte, aus knapp 50 Bewerbungen die Gewinner zu küren. Die Geschäftsführerin ist richtig stolz auf die Dorfhelferin ihres Maschinenrings: „Klara ist einfach spitze. Sie ist ein solch besonderer Mensch, da kann ich mich sehr glücklich schätzen, dass ich sie kennen darf.“

Alfons Mönstermann

Alfons Mönstermann wurde gleich zweifach für den Betriebshilfe-Award vorgeschlagen. Markus Bitter vom Maschinenring Ahaus betont vor allem das Mönstermann schon seit über 40 Jahren in der Betriebshilfe tätig ist, und so zu einem beliebten Aushängeschild des Maschinenrings geworden ist. Ein Landwirt, bei dem Mönstermann als Betriebshelfer auf dem Hof war, zeigte sich von dem Einsatz nachhaltig beeindruckt. Auch er schlug Alfons Mönstermann als Betriebshelfer des Jahres vor: „Alfons Mönstermann hat im Jahr 2005 nach dem plötzlichen Tod meines Vaters für mehrere Monate auf unserem Betrieb geholfen. Und zwar weit über das zu erwartende Maß hinaus mit einer Kompetenz, Ruhe, Freundlichkeit und Empathie, die uns gezeigt hat, dass wir zwar traurig sein dürfen. Aber keine Angst vor der Zukunft haben müssen! Er hat uns Wege gezeigt wie der Hof weitergeführt werden kann. Er hat neben der vielen Arbeit immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Unsicherheiten meiner Mutter und Großmutter gehabt. Und er hat umgekehrt eine Gabe glaubwürdige Zuversicht zu vermitteln - ohne dabei in Phrasen zu verfallen!“

Imke Loerts & Thomas Möllenkamp

Der Maschinenring Nordwest wurde von der Jury mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit den beiden Betriebshelfern Imke Loerts und Thomas Möllenkamp hat dieser Maschinenring nicht nur zwei Bewerbungen eingereicht. Das gemeinsame Bewerbungsvideo ist darüber hinaus ein sympathisches Porträt der Betriebshilfe. Das Engagement und den aufwändigen Videoclip belohnte die Jury mit einem Sonderpreis.

Bewerbervideo MR Nordwest

Die Nominierten

Natürlich leisten alle Betriebshelferinnen und Betriebshelfer jeden Tag bei unzähligen Landwirten großartige Arbeit. Deshalb sehen Sie hier stellvertretend für alle Betriebshelferinnen und Betriebshelfer noch ein Bild aller nominierten Bewerber. 

v.l.n.r.: Gaby Steurer, Andreas Merschformann, Eva Schade (MR Aichach), Enrico Wallenstein, Petra Flessner, Klara Daum, Markus Bitter (MR Ahaus), Alfons Mönstermann, Heinrich Cremann, Imke Loerts, Hildegard Probst, Thomas Möllenkamp, Wolfgang Roth, Marlies Damm, Leonhard Ost